Aktien Frankfurt: Dax hält sich gut - Evergrande-Sorgen schwelen aber weiter

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> hat sich am Donnerstag weiter von seinem zu Wochenbeginn verzeichneten Kursrücksetzer erholt. Am Nachmittag stand der deutsche Leitindex noch 0,74 Prozent höher auf 15 621,49 Punkte. Die jüngsten Beschlüsse der US-Notenbank Fed stützten. Weiter sensibel reagieren die Anleger jedoch auf Nachrichten zum krisengeschüttelten chinesischen Immobilienkonzern Evergrande.

In einem Medienbericht hieß es nun mit Verweis auf mit der Sache vertraute Personen, die Chinesen bereiteten sich auf einen Niedergang von Evergrande vor. Anleger fürchten dann eine Immobilienkrise in China mit womöglich globalen Auswirkungen auf die Finanzwirtschaft.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsenwerte gewann am Donnerstagnachmittag 0,72 Prozent auf 35 459,90 Punkte. Für den europäischen Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> ging es um 0,8 Prozent hinauf.

Die Aktien des Softwarekonzerns SAP <DE0007164600> reagierten positiv auf eine vom US-Konkurrenten Salesforce <US79466L3024> leicht angehobene Umsatzprognose. Zuletzt gewannen SAP 1,3 Prozent. Technologiewerte insgesamt waren europaweit im weiter vorteilhaften Zinsumfeld gefragt. Infineon <DE0006231004> stiegen im Dax um 2,5 Prozent, Aixtron <DE000A0WMPJ6> vorne im MDax um 3,3 Prozent.

Umsatz- und Gewinnwarnungen des französischen Zulieferers Faurecia <FR0000121147> und des deutschen Scheinwerferherstellers Hella <DE000A13SX22>, der von Faurecia übernommen wird, hielten die Anleger nicht von Käufen im Auto-Sektor ab. Der Grund für die pessimistischeren Prognosen ist der fortgesetzte Chipmangel, der der Autoindustrie zu schaffen macht und für weniger Fahrzeugproduktion sorgt. In den Aktienkursen ist dieses Problem inzwischen aber wohl eingepreist. So legten denn auch an der Dax-Spitze die Papiere von Continental <DE0005439004> um 2,8 Prozent zu. Auch eine gestrichene Kaufempfehlung der Bank of America machte den Continental-Anlegern nichts aus.

Nicht nachhaltig profitieren konnten die Henkel-Aktien <DE0006048432> von einer höheren Jahresprognose seitens des US-Klebstoffkonkurrenten Fuller <US3596941068>. Anfangs klar höher, drehten die im Dax notierten Henkel-Vorzüge am Nachmittag leicht ins Minus.

Mit einem Plus von elf Prozent machten im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> die Anteile des Biokraftstoff-Herstellers Verbio <DE000A0JL9W6> ihre Vortagesverluste wieder vollständig wett. Die Investmentbank Stifel hatte zudem das Kursziel für Verbio am Donnerstag deutlich nach oben geschraubt.

Der Euro <EU0009652759> erholte sich etwas von seinen Kursverlusten vom Vorabend. Im Nachmittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1717 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1729 Dollar festgesetzt.

Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,38 Prozent am Vortag auf minus 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex <DE0008469107> sank um 0,08 Prozent auf 144,86 Punkte. Der Bund-Future <DE0009652644> sank um 0,23 Prozent auf 171,36 Punkte./ajx/men

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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