Aktien Frankfurt: Dax dreht knapp ins Plus und behauptet 13 000 Punkte

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat am Donnerstag mit Rückenwind solider Wirtschaftsdaten die umkämpfte Marke von 13 000 Punkten für sich behauptet. Der starke Euro kostete den Leitindex zum Auftakt zwar einige Punkte, die ihn zeitweise unter die runde Marke drückten. Im Laufe des Morgens konnte sich der Leitindex aber davon erholen. Zur Mittagszeit schaffte er es knapp mit 0,07 Prozent ins Plus auf 13 024,70 Punkte.

Überraschend starke Konjunkturdaten aus der Eurozone kamen am Markt gut an. Dort war die Stimmung in den Unternehmen im November deutlich besser als erwartet ausgefallen. Dies stärkte aber auch den Euro, was wiederum die Exportaussichten hiesiger Unternehmen eintrübt. Für einen deutlicheren Anstieg fehlten dem Dax so die klaren Impulse, die im weiteren Tagesverlauf auch nicht aus New York kommen werden: An der Wall Street pausiert der Handel wegen Thanksgiving.

Die Indizes der zweiten Reihe schlugen sich geringfügig besser als der Dax: Der MDax stieg moderat um 0,18 Prozent auf 26 663,77 Zähler, während es der TecDax sogar deutlich mit 0,62 Prozent ins Plus schaffte auf 2580,80 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand zur Mittagszeit ebenfalls etwas höher.

Auf der Unternehmensseite rückte der Industriekonzern Thyssenkrupp mit seinen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr in den Fokus. Nach schwächerem Start wegen kritischer Stimmen zum Geschäftsausblick schafften sie es mit zuletzt 1,61 Prozent ins Plus. Analyst Ingo Schachel von der Commerzbank betonte, dass das anständige vierte Geschäftsquartal ausgereicht habe, um die eingepreisten Sorgen um die kurzfristige Geschäftsentwicklung zu mildern und den Aktienkurs wieder zu beleben.

Auch Analystenkommentare bewegten einmal mehr diverse Aktien. Im MDax mussten Anteilshaber von Salzgitter ein Minus von 1,29 Prozent einstecken. Die Deutsche Bank hatte nach gutem Lauf ihre bisherige Kaufempfehlung für die Papiere aufgegeben. Im TecDax waren Nordex nach einer Kurszielsenkung durch die Experten von HSBC mit fast 3 Prozent Minus das Schlusslicht.

Für Drillisch dagegen ging es im TecDax um 3 Prozent nach oben. Sie profitierten davon, dass die Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs ihre Prioritäten neu ordneten. Nach der Übernahme durch United Internet rät Joshua Mills nun zum Kauf der Aktie, bei der er vor allem die Perspektiven für Dividenden und Aktienrückkäufe lobte. Die Aktie von United Internet dagegen sieht er nun als nicht mehr vielversprechend an. Davon ungetrübt konnten die Papiere aber ebenfalls zulegen.