Aktien Frankfurt: Dax bleibt vor Fed-Beschlüssen knapp unter Rekordhoch

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> ist am Mittwoch vor den geldpolitischen Beschlüssen der US-Notenbank (Fed) in Schlagweite zu seinem Rekordhoch geblieben. Der deutsche Leitindex bewegte sich bis zum Mittag kaum und notierte zuletzt minimal im Minus bei 15 948,70 Punkten. Das Rekordhoch vom August steht bei 16 030 Punkten.

Anleger gehen davon aus, dass die Fed am Abend den Anfang vom Ende der milliardenschweren Anleihekäufe zur Stützung der Wirtschaft verkünden wird - das sogenannte Tapering. Die Aktienmärkte hätten sich zwar an die üppige Liquiditätsversorgung durch die Notenbanken gewöhnt, der nun anstehende langsame Entzug sollte sie aber nicht aus der Spur bringen, schrieb Analyst Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Markets. Denn es sei auch ein Zeichen der konjunkturellen Stärke, wenn die US-Notenbank den Zeitplan für das Tapering nun verkünden würde. Die Krise sei schließlich größtenteils beendet.

Der MDax <DE0008467416> der mittelgroßen Börsentitel schnitt am Mittwoch mit plus 0,59 Prozent auf 35 370,29 Zähler besser ab als der Dax. Bis zu seinem Rekordhoch fehlen noch gut 1000 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> trat nahezu auf der Stelle.

Die Berichtssaison setzte sich derweil in Deutschland fort mit Quartalszahlen des Autobauers BMW <DE0005190003> und des Modehändlers Zalando <DE000ZAL1111> aus dem Dax sowie einigen Unternehmen aus den Reihen dahinter, darunter die Fluggesellschaft Lufthansa <DE0008232125>, der Softwarehersteller Teamviewer <DE000A2YN900> und der Großküchenausstatter Rational <DE0007010803>.

Die Aktien von BMW stiegen um gut ein Prozent und erreichten damit wieder das Niveau von Anfang Juli. Der Autobauer habe solide abgeschnitten, hieß es von der US-Bank JPMorgan. Die Anteilsscheine von Zalando hingegen knickten nach einem bestätigten Ausblick am Dax-Ende um sechseinhalb Prozent ein und brachen damit ihre jüngste Erholung ab.

Bei den Teamviewer-Papieren scheint die Durststrecke erst einmal zu Ende zu sein. Das Plus belief sich zuletzt auf rund 14 Prozent. Es gab nach der jüngsten Prognosesenkung keine weiteren negativen Nachrichten mehr. Die Anteilsscheine von Lufthansa legten ebenfalls deutlich zu, während die Papiere von Rational ins Minus rutschten.

Als Schlusslicht im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386> verloren Nordex <DE000A0D6554> mehr als sieben Prozent. Ein düsterer Ausblick des dänischen Vestas-Konzerns <DK0010268606> hatte Windkraft-Aktien insgesamt runtergezogen. Vorne im SDax waren Secunet <DE0007276503> mit einem Plus von knapp zwölf Prozent. Vom Trend zum Homeoffice profitiert das Wachstum des IT-Sicherheitsdienstleisters.

Auch der Stahlhändler Klöckner & Co <DE000KC01000> legte Börsianern zufolge ein "starkes Zahlenwerk" vor. Zudem kündigten die Duisburger eine hohe Dividende an. Die Anleger honorierten dies mit einem Plus von rund sechs Prozent.

Abseits der Berichtssaison sorgte Qiagen <NL0012169213> für Gesprächsstoff. Der Diagnostikspezialist und der französische Wettbewerber Biomerieux <FR0010096479> loten nach Informationen von Insidern eine Fusion aus. Die Gespräche befänden sich allerdings in einem frühen Stadium und eine Einigung sei nicht zwangsläufig, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Es sei auch nicht ausgeschlossen, dass Qiagen das Interesse anderer Unternehmen auf sich ziehe, hieß es weiter. Die Aktien beider Unternehmen waren zunächst deutlich in die Höhe geschnellt, verloren jedoch im Handelsverlauf an Schwung. So stiegen Qiagen und Biomerieux zuletzt um jeweils knapp zwei Prozent./la/eas

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

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