Aktien Frankfurt Ausblick: Zurückhaltung vor US-Inflationsdaten

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> dürfte am Mittwoch vor wichtigen Inflationsdaten aus den USA erst einmal wieder unter Druck geraten. Knapp eine Stunde vor dem Handelsstart signalisierte der X-Dax <DE000A0C4CA0> als Indikator für den deutschen Leitindex ein Minus von 0,6 Prozent auf 12 827 Punkte; sein Eurozonen-Pendant EuroStoxx 50 <EU0009658145> wird knapp ein halbes Prozent schwächer erwartet.

Vor den mit Spannung erwarteten Verbraucherpreiszahlen aus den USA am Nachmittag dürften sich die Anleger eher zurückhalten. Laut Marktbeobachter Michael Hewson vom Broker CMC werden diese wohl noch nicht die erhofften Entspannungssignale senden. Er erwartet die Inflation auf einem erneuten 40-Jahres-Hoch. Dies würde den Druck auf die US-Notenbank Fed hochhalten. Laut Hewson waren daher im gestrigen New Yorker Späthandel wieder Sorgen über ein verlangsamtes Wachstum und schnelle geldpolitische Straffungen in den Mittelpunkt gerückt.

Am deutschen Markt sollten zunächst Geschäftszahlen der Unternehmen das Handelsgeschehen prägen. Der Spezialverpackungshersteller Gerresheimer <DE000A0LD6E6> übertraf im zweiten Quartal mit einem Umsatz- und operativen Ergebnisanstieg die Analystenerwartungen und sieht sich auf Kurs zu seinen Jahreszielen. Das Unternehmen habe sich noch nicht im Detail zu den Sorgen über die Gasversorgung geäußert, doch die soliden Zahlen sollten der Aktie zunächst helfen, kommentierte ein Börsianer. Konkretere, kursbewegende Aussagen zur Gasversorgung könnte indes die später anstehende Analystenkonferenz liefern. Beim Broker Lang & Schwarz verteuerten sich die Aktien vorbörslich um über zwei Prozent.

Der Online-Gebrauchtwagenhändler Auto1 <DE000A2LQ884> (Autohero, wirkaufendeinauto.de) konnte im vergangenen Quartal Eckdaten zufolge zwar mehr Autos verkaufen als ein Jahr zuvor. Doch die Dynamik im Vergleich zum Vorquartal ließ etwas nach. Dagegen liegt der Erwartungswert im Privatkundenbereich (Retail) mit einem Rohergebnis - also Verkaufserlös minus Ankaufpreis - je Fahrzeug deutlich über dem Wert im Vorquartal. Die Aktien gewannen rund anderthalb Prozent.

Bereits am Dienstag nach Börsenschluss hatte Flatexdegiro <DE000FTG1111> vorläufige Zahlen vorgelegt. Wegen des abkühlenden Anlegerinteresses im ersten Halbjahr hatte der Online-Broker wie erwartet weniger Geschäft verzeichnet als im Vorjahreszeitraum. Den bereits im Juni gesenkten Jahresausblick bestätigte das Unternehmen. In einem herausfordernden Marktumfeld sei das Unternehmen bei den abgewickelten Transaktionen hinter seiner Erwartung zurückgeblieben, schrieb Goldman-Analyst Charlie Mayne. Die Papiere sanken um knapp ein Prozent.

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