Aktien Frankfurt Ausblick: US-Konjunkturpaket treibt Kurse noch höher

FRANKFURT (dpa-AFX) - Ein Konjunkturpaket in den USA zur Linderung der Folgen der Corona-Krise dürfte die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Mittwoch noch etwas höher treiben. Der X-Dax als Indikator für den Dax <DE0008469008> signalisierte knapp eine Stunde vor dem Start ein Plus von 1,05 Prozent auf 9803 Punkte.

Von seinem Anfang der Vorwoche erreichten Tief bei 8255 Punkten seit dem Crash-Beginn vor viereinhalb Wochen hat sich der Dax inzwischen um fast 19 Prozent erholt. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> wird zur Wochenmitte 0,5 Prozent höher erwartet.

Im Dax habe sich inzwischen ein Boden herausgebildet, der am Vortag seinen Abschluss gefunden haben könnte, schrieb der Anlagestratege und charttechnische Analyst Christoph Geyer von der Commerzbank. Damit helle sich die Lage am Markt tatsächlich etwas auf.

Nach langen Verhandlungen haben sich das Weiße Haus und die Demokraten nun auf ein Konjunkturpaket geeinigt. Die Erwartung und Hoffnung an den Börsen auf eben dieses politische Signal hatte am Vortag die Kurse bereits nach oben getrieben: Der Dax hatte mit einer Rally von elf Prozent einen der stärksten Börsentage seiner Geschichte hingelegt. Der Dow in New York hatte mit einem Aufschlag von 11,4 Prozent sogar noch etwas mehr zugelegt.

Der Republikaner und Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, kündigte nun an, das Gesetz über das Hilfspaket werde noch am Mittwoch verabschiedet. Analysten und Händler dürften nun auf die Details des Programms zur Ankurbelung der Wirtschaft warten und diese dann aus Marktsicht bewerten.

Aus dem Dax reagierten Adidas <DE000A1EWWW0> vorbörslich auf Tradegate mit gut 5 Prozent Plus zum Xetra-Schluss auf die jüngsten Zahlen von Nike <US6541061031>. Der US-Sportartikelhersteller hatte im vergangenen Geschäftsquartal trotz erster Belastungen durch die Coronavirus-Krise deutlich mehr Umsatz gemacht.

Eon <DE000ENAG999> kletterten auf Tradegate nach Zahlenvorlage um etwa 4 Prozent nach oben. Ein Händler sprach von einem soliden Bericht und Ausblick des Versorgers und zuversichtlich stimmenden Aussagen zur Dividende.

Thyssenkrupp <DE0007500001> streicht im Stahlgeschäft 3000 Stellen. Der Konzern gehe die Probleme an, hieß es aus dem Markt. Die Papiere verteuerten sich auf Tradegate um mehr als 8 Prozent.

Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6> gewannen nach 2019er-Zahlen fast 5 Prozent. Ein Börsianer nannte das Zahlenwerk durchwachsen.