Aktien Frankfurt Ausblick: Schwankungsreiche Handelstage erwartet

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Am deutschen Aktienmarkt herrscht nach der schwierigen Vorwoche weiterhin große Anspannung. Zum Start in die neue Börsenwoche wird der Dax nunmehr mit einem hauchdünnen Zuwachs erwartet. Der X-Dax <DE0008469008> als vorbörslicher Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Montagmorgen rund eine Stunde vor dem Handelsstart ein Plus von 0,06 Prozent auf 15 619 Punkten. Für den EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone deutete sich zuletzt ein Zuwachs von 0,09 Prozent ab.

Eine Stunde zuvor hatte es nach einem erneut schwachen Handelsauftakt im Dax ausgesehen, doch zuletzt hatten sich die vorbörslichen Indikationen etwas erholt. In der Vorwoche hatte ein Schwächeanfall an der Wall Street auch die Kurse hierzulande abgleiten lassen. Konjunktursorgen sowie die Befürchtungen vor einer geldpolitischen Straffung und die Ausbreitung der Delta-Variante hatten für Misstöne gesorgt. Der Dax hatte in der Folge binnen Wochenfrist mehr als ein Prozent verloren.

Die US-Börsen waren am Freitag belastet von den schon bekannten Finanzmarktthemen - quasi auf dem Tagestief aus dem Handel gegangen. Börsianern zufolge hemmt dies nun auch anderswo die Risikobereitschaft. Am Montag folgten auch die asiatischen Märkte den schwachen Vorgaben. Insbesondere die Börse in Hongkong fiel, dort sorgten zudem weitere regulatorische Eingriffe gegen große Technologiekonzerne für Besorgnis. Gesprächsstoff lieferte dort ein Pressebericht über eine angestrebte Aufspaltung des Bezahldienstleisters Alipay.

Zum Wochenauftakt ist der Datenkalender nahezu leer, "was bedeutet, dass wir wahrscheinlich eine weitere unruhige Woche mit Schwankungen je nach den Themen des Tages erleben werden", schrieb Jeffrey Haley vom Broker Oanda an Montagmorgen. Er sieht den Fokus bereits jetzt stark auf dem Zinsentscheid der Fed in der kommenden Woche. Ähnlich sehen das auch die Experten der Helaba: "Die Fed hat eine Reduzierung der Anleihekäufe signalisiert, und so dürfte die Nervosität bis Mitte kommender Woche erhalten bleiben."

Auf Unternehmensseite waren Zooplus <DE0005111702> vorbörslich bei den Investoren gefragt, auf der Handelsplattform Tradegate verteuerten sich die Papiere um mehr als 6 Prozent. Zuvor hatte im Bieterwettstreit um den Tierbedarfshändler der Finanzinvestor Hellman & Friedman seine Offerte um fast ein Fünftel auf 460 Euro je Aktie in bar erhöht.

Im Dax könnte eine gestrichene Kaufempfehlung der Berenberg Bank für Allianz SE <DE0008404005> die Papiere des Versicherers belasten. Analyst Michael Huttner verwies auf die Unsicherheit rund um die sogenannten Structured Alpha Fonds, in deren Fall in den USA ermittelt wird und sich inzwischen auch die Bafin eingeschaltet hat. Großanleger machen den konzerneigenen Vermögensverwalter AGI für Milliardenverluste mit den Fonds beim Corona-Crash an den Börsen verantwortlich und verlangen von der Allianz ihr Geld zurück.

Darüber hinaus kamen am Morgen unter anderem endgültige Verkehrszahlen vom Flughafenbetrieber Fraport <DE0005773303>.

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