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Aktien Frankfurt Ausblick: Positive Signale im Schuldenstreit helfen kaum

FRANKFURT (dpa-AFX) -Am Ende einer schwachen Woche tut sich am deutschen Aktienmarkt wohl zunächst wenig: Der X-Dax DE0008469008 als Indikator für den deutschen Leitindex signalisierte am Freitag eine Stunde vor Handelsbeginn ein Plus von 0,1 Prozent auf 15 815 Punkte. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 EU0009658145 wird mit einem Aufschlag von rund 0,2 Prozent erwartet.

Noch vor einer Woche hatte der Dax mit 16 331 Punkten ein Rekordhoch erreicht, rutschte inzwischen aber um 3,3 Prozent ab. Charttechnisch bleiben das Zwischentief von Anfang Mai bei 15 662 Punkten und die aktuell bei 15 653 Punkten liegende 50-Tage-Linie im Fokus.

Der US-Schuldenstreit sorgt für Verunsicherung an den Aktienmärkten. Nach Prognosen des Finanzministeriums droht der US-Regierung ein Zahlungsausfall ab Anfang Juni, wenn keine Einigung erzielt wird. Einem Medienbericht zufolge zeichnet sich nun aber eine Lösung ab. Die Unterhändler der Demokraten und Republikaner hätten mit der Ausarbeitung eines Gesetzestextes begonnen, berichtete die "New York Times" am Donnerstagabend (Ortszeit) unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen. Einige Details seien aber noch offen.

Bei der Weberbank geht man davon aus, dass die Politiker ein Zahlungsausfallrisiko nicht eingehen möchten und letztendlich die Schuldenobergrenze anheben werden. "Bis dahin müssen sich die Marktteilnehmer auf volatile und nervöse Märkte einstellen, schrieb Sören Wiedau, Analyst bei der Bank.

Mit Quartalszahlen im Blick steht am Freitag der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 DE000PSM7770, der zum Jahresauftakt wegen des anhaltend schwachen TV-Werbegeschäftes in die roten Zahlen rutschte. Auf Tradegate ging es im vorbörslichen Handel für die Titel um sechs Prozent bergab im Vergleich zum Xetra-Schluss.

Die Aktien des Düngerherstellers K+S DE000KSAG888 verloren auf Tradegate 1,8 Prozent nach einer skeptischeren Einschätzung der Baader Bank. Für die Titel des Windkraftkonzerns Nordex DE000A0D6554 ging es hingegen um 3,9 Prozent bergauf. Eine Kaufempfehlung der Societe Generale beflügelte.