Aktien Frankfurt Ausblick: Dax ringt wohl weiter um die 13 000 Punkte

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax <DE0008469008> dürfte es zur Wochenmitte weiter mit der runden Marke von 13 000 Punkten zu tun haben. Am Vortag hatte er es nach zwischenzeitlich deutlichen Zuwächsen nicht geschafft, die runde Marke zu verteidigen. Nun startet er wohl einen neuen Versuch: Der X-Dax als Indikator für den Leitindex signalisierte am Mittwoch knapp eine Stunde vor dem Auftakt ein Plus von 0,59 Prozent auf 13 038 Punkte.

Auch die US-Börsen hatten am Vorabend geschwächelt: Der Dow Jones Industrial <US2605661048> hatte ein Tief seit einem Monat erreicht. Mittlerweile steigen aber die US-Futures und in Asien kamen die Kurse im Verlauf auch aus ihrem Tal. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> wird vor diesem Hintergrund ebenfalls freundlich erwartet.

Für den August zeichnet sich aktuell ein Dax-Verlust von etwa 3,3 Prozent ab. Dabei war das deutsche Kursbarometer bis Mitte des Monats noch bis auf fast 14 000 Punkte geklettert, ehe Zins- und Rezessionssorgen gepaart mit der Energiekrise ihn etwa 1000 Punkte kosteten. Steigende Zinsen und Wirtschaftssorgen sind derzeit für Kursgewinne am Aktienmarkt keine guten Voraussetzungen.

Im Blick stehen am Vormittag die Verbraucherpreise in der Eurozone für den August. Die Inflation ist hoch und so steht die Europäische Zentralbank (EZB) unter Druck, die Zinsen anzuheben - mit der damit verbundenen Gefahr, dass eine Rezession folgen könnte. Allerdings birgt eine dauerhaft hohe Inflation noch größere wirtschaftliche Risiken.

Die Inflationsdaten aus der Eurozone dürften auf die Entscheidung der EZB, die Zinsen auf der Sitzung in der kommenden Woche um 0,50 oder 0,75 Prozentpunkte zu erhöhen, einen deutlichen Einfluss haben, hieß es am Morgen von der Commerzbank.

Auf Unternehmensseite blieb die Nachrichtenlage wie zuletzt relativ ruhig, nachdem die jüngste Berichtssaison quasi abgehakt ist. Einen Blick wert sein könnten die Aktien von Sixt <DE0007231326> wegen einer vom Investmenthaus Jefferies gestrichenen Kaufempfehlung. Vorbörslich fiel die Aktie allerdings nicht auf. Analyst Constantin Hesse befürchtet, dass das schwächere Konjunkturumfeld und potenzielle negative Auswirkungen auf das Reisegeschäft im Jahr 2023 das Wachstum des Autovermieters kurzfristig bremsen könnten.