Aktien Frankfurt Ausblick: Dax muss wieder um 13 000 Punkte kämpfen

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Am letzten Handelstag des Jahres muss der Dax erneut um die Marke von 13 000 Punkten kämpfen. Zwar wird an diesem verkürzten Börsentag am Freitag ein freundlicher Auftakt erwartet - der X-Dax als Indikator für den deutschen Leitindex zeigt aktuell ein kleines Plus von 0,08 Prozent auf 12 991 Punkte an. Auf Jahressicht deutet sich damit ein Gewinn von gut 13 Prozent an.

Geringe Handelsumsätze und ein starker Euro könnten die Stimmung am Handelstag, der schon um 14 Uhr endet, jedoch schnell kippen lassen. Eine Verteuerung des Euro im Vergleich zum US-Dollar erschwert den exportlastigen Unternehmen hierzulande den Absatz ihrer Waren außerhalb der Eurozone. Aktuell hält sich die Gemeinschaftswährung bei etwa 1,195 Dollar.

Rückenwind für den Dax kommt vor allem von der New Yorker Wall Street, wo es im späten Handel für Dow und Nasdaq aufwärts ging. Dieser leicht positive Trend setzte sich am Morgen an den meisten Börsen Asiens fort. Der EuroStoxx 50 wird am Freitag hingegen 0,3 Prozent schwächer erwartet.

Der Dax war am Donnerstag kurz vor Handelsschluss urplötzlich unter die Marke von 13 000 Punkte gerutscht. Das Absacken dürfte aber nicht von Dauer sein, sagte nun ein Händler. "Die Fonds- und Portfolio-Manager wollen zum Jahresultimo für den Dax die 13 000 Punkte in den Büchern stehen haben."

Insgesamt werden aber keine allzu großen Bewegungen mehr an den Märkten erwartet. Die deutschen Preisdaten für Dezember werden erst zum Handelsschluss veröffentlicht.

Unter den Einzelwerten zogen die Papiere von Airbus Aufmerksamkeit auf sich. Auf der Handelsplattform Tradegate standen sie vorbörslich im Vergleich zum Xetra-Kernhandel um 1,6 Prozent höher. Der europäische Flugzeugbauer hat einen vor Kurzem eingefädelten Rekordauftrag über 430 Mittelstreckenjets noch vor Jahresende in trockene Tücher gebracht. Zudem unterzeichnete die China Aircraft Leasing (Calc) einen Auftrag über die Bestellung von 50 Flugzeugen des Typs A320neo.

In den Blick dürften auch die Anteilsscheine von Eon rücken, denn deren Atomtochter Preussen-Elektra konnte sich im Streit mit der belgischen Electrabel weitgehend durchsetzen. Ein Schiedsgericht urteilte, dass Preussen-Elektra in Belgien keine Atomsteuer im Zusammenhang mit einer Kooperation mit Electrabel zahlen muss. Das Urteil werde sich positiv auf den Konzernüberschuss sowie die Nettoverschuldung auswirken, informierte Eon. Die Papiere des Versorgers Eon gewannen auf Tradegate 0,4 Prozent.