Aktien Frankfurt Ausblick: Dax hält sich knapp über 13000 Punkten

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Stagnation auf hohem Niveau lautet auch am Dienstag das Motto am deutschen Aktienmarkt. Der X-Dax als außerbörslicher Indikator für den hiesigen Leitindex Dax , der am Montag erstmals über 13 000 Punkten aus dem Handel gegangen war, stand knapp eine Stunde vor Handelsbeginn 0,01 Prozent höher bei 13 002 Punkten. Bevor die Saison der Quartalsberichte der Unternehmen in den kommenden Wochen so richtig Fahrt aufnimmt, könnten Investoren das Pulver noch trocken halten für eine Fortsetzung der Rally.

Jochen Stanzl vom Handelshaus CMC Marktes kann dem Kampf des Dax mit der 13 000er Marke Positives abgewinnen: "Diese langsamen, aber stabilen Trends sind in der Lage, auch starke Widerstände zu brechen", schrieb der Analyst. So könne der Leitindex die Rally in der zweiten Monatshälfte fortführen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird derweil ebenfalls kaum verändert erwartet.

Die Vorgaben von den asiatisch-pazifischen Börsen sind verhalten positiv. Auch vom Euro kommt kein Gegenwind für Aktien, die Gemeinschaftswährung gab zum US-Dollar leicht nach. Am Vormittag könnten die ZEW-Konjunkturerwartungen im Oktober Akzente setzen, gelten sie doch als Indikator für den wichtigen Ifo-Index. An der Wall Street dürfte sich das Interesse der Anleger auf die Zahlen der Großbank Morgan Stanley richten sowie auf die Industrieproduktion im September.

Unter den Einzelwerten hierzulande könnten die Aktien von Sartorius unter Druck geraten. Der Pharma- und Laborausrüster rechnet nicht mehr mit der Erreichung seiner ursprünglichen Jahresziele. Für die enttäuschende Entwicklung sind dem Unternehmen zufolge mehrere gleichzeitig wirkende und vorübergehende Effekte in der Sparte Bioprocess Solutions verantwortlich. Auf der Handelsplattform Tradegate sackten die Papiere gegenüber dem Xetra-Schlussstand am Montag um mehr als 7 Prozent ab.

Moderat nach oben ging es für die Anteilsscheine von Airbus . Der europäische Flugzeughersteller steigt mehrheitlich bei der Mittelstrecken-Baureihe des kanadischen Herstellers Bombardier ein.

Unter den im Dax gelisteten Papieren verloren die Aktien der Deutschen Börse auf Tradegate rund 1 Prozent. Mangels höherer Marktvolatilität dürfte der Börsenbetreiber sein Jahresziel für den Nettogewinn nicht erreichen, schrieb Analyst Gurjit Kambo von der US-Bank JPMorgan.