Aktien Europa: Vorsichtige Stabilisierung - Technologiewerte gefragt

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas Börsen haben sich am Mittwoch nach den Vortagesverlusten etwas erholt. Für stärkere Bewegungen fehlte aber der Schwung. Die anlaufende Berichtssaison hielt die Märkte ebenso in Zaum wie das anstehende Sitzungsprotokoll der US-Notenbank. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> gewann am Vormittag 0,64 Prozent auf 4081,54 Punkte.

Auch an den Länderbörsen war die Entwicklung verhalten. Der französische Cac 40 <FR0003500008> zog zuletzt um 0,28 Prozent auf 6567,33 Punkte an. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> büßte unterdessen 0,33 Prozent auf 7106,94 Punkte ein und litt damit unter den Abgaben des hoch gewichteten Rohstoffsektors.

"Die Anleger halten sich mit frischen Investments zurück", merkte die LBBW zum Handelsgeschehen an. Neben den Zahlen der Unternehmen sei der Blick auf die Inflationsentwicklung gerichtet. "Marktteilnehmer zweifeln daran, dass der Teuerungsschub nur temporärer Natur ist und von den Notenbanken nicht zu berücksichtigen ist", stellten die Volkswirte der Helaba fest. Von großer Bedeutung sei daher das "anstehende Protokoll der letzten FOMC-Sitzung, auf der festgestellt wurde, dass eine Drosselung der Anleihekäufe bald angemessen sein dürfte."

Stärkster Sektor waren die Technologiewerte. Gute Nachrichten von SAP <DE0007164600> sorgten für Nachfrage. Der Softwareanbieter hatte die Jahresprognose erneut angehoben, worauf die Aktie um fast fünf Prozent stieg. Das Schwergewicht ASML <NL0010273215> zog mit 2,5 Prozent ebenfalls deutlich an.

Auch sonst lieferten erste Zahlen Impulse. So kletterten LVMH <FR0000121014> nach dem Quartalsbericht um 2,1 Prozent. Der französische Luxusgüterkonzern hatte sich im Sommer weiter von der Corona-Krise erholt. Auf vergleichbarer Basis und bereinigt um Währungskurse lag der Umsatz im dritten Quartal mit 15,5 Milliarden Euro rund elf Prozent höher als vor der Pandemie zwei Jahre zuvor. Analysten mehrerer Häuser erhöhten ihre Kursziele.

Weniger gut kamen die Zahlen der Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway <NL0012015705> an. Zwar berichtete das Unternehmen von Wachstum, doch Analysten hatten sich mehr erhofft. Das dritte Quartal sei leicht unter den Erwartungen geblieben, schrieb etwa Marcus Diebel von JPMorgan. In den USA tut sich Just Eat zudem schwer. Sowohl Bestellungen als auch der Bruttowarenwert waren hier kaum gestiegen.

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