Aktien Europa Schluss: Schwacher Euro stützt die Börsen - Kursrutsch in Spanien

dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Der schwache Euro hat den meisten Börsen Europas am Montag Auftrieb verliehen. Nur in Spanien ging es infolge des Referendums über die Unabhängigkeit der Region Katalonien deutlich abwärts. Das kostete auch den EuroStoxx 50, den Leitindex der Eurozone, und den währungsgemischten Stoxx 50 Punkte, denn beide Indizes enthalten zahlreiche spanische Aktien.

Der EuroStoxx 50 beendete den ersten Tag des neuen Quartals mit einem Plus von 0,22 Prozent auf 3602,69 Zähler, womit er erstmals wieder seit Anfang Juni die Marke von 3600 Punkten knackte. Der französische CAC-40 gewann 0,39 Prozent auf 5350,44 Punkte. Für den britischen FTSE 100 ging es dank zahlreicher Rohstoffwerte um 0,90 Prozent auf 7438,84 Punkte hoch.

In Madrid litt der Leitindex Ibex 35 unter dem Unabhängigkeitsreferendum und büßte letztlich 1,21 Prozent ein. Bei der umstrittenen und von Polizeigewalt überschatteten Befragung hatten die 42 Prozent der Wahlberechtigten, die am Referendum teilgenommen hatten, mit rund 90 Prozent für die Abspaltung gestimmt.

Während Spanien nun berät und Ministerpräsident Mariano Rajoy unter Verweis auf das Verfassungsgericht dem Referendum die Gültigkeit abgesprochen hatte, bereitet sich das wirtschaftsstarke Katalonien auf die Abspaltung vor. Da die Ausrufung eines unabhängigen Staates damit deutlich näher gerückt ist, geriet der Euro unter Druck und kostete rund einen Cent weniger als am Freitag. Eine schwächere Gemeinschaftswährung kann Exporteuren das Leben erleichtern.