Aktien Europa: Moderate Verluste nach jüngstem Höhenflug

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Anleger an Europas Aktienmärkten haben nach der jüngsten Rally eine Verschnaufpause eingelegt. Die wichtigsten Indizes notierten am späten Donnerstagvormittag moderat im Minus.

Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone gab zuletzt um 0,44 Prozent auf 3452,20 Punkte nach. Die bisherige Wochenbilanz weist derweil ein Plus von fast 8 Prozent aus, da die Börsen am Montag mit einem Kursfeuerwerk auf den Wahlsieg des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und die Aussicht auf einen Corona-Impfstoff reagiert hatten. Nun aber konsolidierten die Märkte erst einmal, schrieb Marktstratege Stephen Innes vom Handelshaus Axi.

Der französische Cac 40 <FR0003500008> fiel um 0,73 Prozent auf 5405,33 Punkte. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> ("Footsie") verlor 0,38 Prozent auf 6357,60 Zähler.

In der Sektorübersicht verzeichneten europaweit Bankwerte <EU0009658806> mit minus 1,9 Prozent die größten Verluste. Technologieaktien <EU0009658921> hatten derweil mit plus 0,6 Prozent die Nase vorn. An der Spitze des Branchenindex zogen die Anteilsscheine der auf Tech-Werte spezialisierten Holdinggesellschaft Prosus <NL0013654783> um fast 5 Prozent an. Gute Nachrichten kamen von deren wichtigster Beteiligung Tencent <KYG875721220>: Der chinesische Technologieriese schlug sich in der Corona-Krise dank der boomenden Geschäfte mit Videospielen weiter gut und übertraf beim Reingewinn die Markterwartung deutlich.

In Mailand sackten die Anteilsscheine von Pirelli <IT0000072725> um rund sechs Prozent ab. Der italienische Reifenhersteller rechnet im laufenden Jahr mit weniger Gewinn. Das Unternehmen begründete das mit Wechselkurseinflüssen, Rohmaterialpreisen und anderen Kosten.

In London büßten die Aktien von Rolls-Royce <GB00B63H8491> anfängliche Gewinne von gut acht Prozent ein und lagen zuletzt am "Footsie"-Ende mehr als fünf Prozent im Minus. Der stark angeschlagene britische Triebwerksbauer konnte im Rahmen seiner laufenden Kapitalerhöhung bereits 94 Prozent der neuen Aktien verkaufen.