Aktien Europa: Leichte Verluste zu Wochenbeginn - Banken unter Druck

dpa-AFX

PARIS/LONDON/MADRID (dpa-AFX) - Die Anleger an Europas wichtigsten Börsen haben auch am Montag Vorsicht walten lassen. Nachdem sich die Aktienmärkte bereits am Freitag lustlos ins Wochenende verabschiedet hatten, standen die Indizes nun etwas im Minus.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,34 Prozent auf 3677,28 Punkte nach. Die Vorwoche hatte der Leitindex der Eurozone noch mit einem Plus von rund 1 Prozent beendet.

Der französische CAC-40-Index stand am Montag 0,22 Prozent tiefer bei 5505,71 Punkten. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,16 Prozent auf 7548,10 Zähler nach unten. In London verhinderten die starken Minenwerte stärkere Abschläge.

Im Blick blieb derweil die Lage rund um die nach Unabhängigkeit strebende spanische Region Katalonien. Trotz internationalen Haftbefehls bleibt der abgesetzte katalanische Präsident Carles Puigdemont in Belgien vorerst auf freiem Fuß. Nächster Schritt im Tauziehen um eine mögliche Auslieferung an Spanien ist eine Anhörung vor einem Untersuchungsgericht binnen 15 Tagen. Der jüngst gebeutelte Ibex 35 in Madrid büßte 0,47 Prozent ein.

Derweil zählten in Spanien und auch europaweit Bankaktien zu den schwächsten Werten. Der entsprechende Subindex des Stoxx Europe 600 verlor 0,81 Prozent.

Deutlich unter Druck waren die Papiere der Societe Generale . Sie sackten als Schlusslicht im EuroStoxx um knapp 4 Prozent ab und litten damit weiter unter den bereits am Freitag vorgelegten Geschäftszahlen zum dritten Quartal. Zu Wochenbeginn meldeten sich Analysten mit skeptischen Kommentaren zu Wort. Die französische Bank habe nun drei Quartale in Folge enttäuscht, schrieb etwa der Experte Jacques-Henri Gaulard von Kepler Cheuvreux.

In Zürich rückten die Aktien von Novartis gegen den eher negativen Trend in Europa um knapp 0,5 Prozent vor. Der Schweizer Pharmakonzern erzielte mit einer personalisierten Zelltheparie einen weiteren regulatorischen Meilenstein.