Aktien Europa: Kaum verändert im impulsarmen Handel

dpa-AFX

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die europäischen Börsen haben sich am Mittwoch im nachweihnachtlich umsatzarmen Handel ohne klare Richtung entwickelt. Einige gaben minimal nach, andere legten minimal zu. Alles in allem mangele es an wegweisenden Impulsen, sagten die Experten der Privatbank Donner & Reuschel. Auch Konjunkturdaten wie das im Tagesverlauf erwartete US-Verbrauchervertrauen dürften die Anleger kaum locken. Auch die Ereignisse rund um das Thema Wahlen in Spanien und Italien fanden nur wenig Beachtung bei Börsianern.

Der EuroStoxx 50 , Leitindex der Eurozone, stieg gegen Mittag um 0,03 Prozent auf 3554,58 Punkte, womit er auf Jahressicht aktuell immerhin um 8 Prozent zugelegt hat.

In Paris rückte der CAC-40 um 0,12 Prozent auf 5371,17 Punkte vor, während der spanische Ibex 35 in Madrid und der italienische FTSE Mib in Mailand moderat nachgaben. In Italien wurde am Samstag der Weg für die Auflösung des Parlaments und damit für Neuwahlen freigemacht. In Spanien hatte die noch vor Weihnachten erfolgte Neuwahl in der Konfliktregion Katalonien den Separatisten ein weiteres Mal zur absoluten Mehrheit verholfen, was den Ibex 35 bereits am Freitag belastet hatte.

Der britische FTSE 100 , der am Freitag ein Rekordhoch bei 7614,40 Punkten erreicht hatte, legte zuletzt um 0,16 Prozent auf 7604,53 Punkte zu.

Unter den Branchen Europas litten Technologieaktien ebenso wie in den USA unter Sorgen um die Nachfrage nach dem neuen Smartphone-Modell X von Apple . Laut der taiwanesischen Zeitung "Economic Daily", die sich auf mit der Sache vertraute Personen berief, wird Apple seine Quartalsabsatzprognose für das iPhone X senken. Der Technologiewerte-Sektor in Europa büßte als schwächste Branche knapp 1 Prozent ein. Im EuroStoxx etwa waren Papiere von Nokia und ASML die Schlusslichter mit Abschlägen von 1,49 Prozent und 1,16 Prozent.

Favorisiert wurden hingegen dank steigender Kupferpreise der Bergbausektor , der um etwas mehr als 1 Prozent zulegte. Unter den Einzelwerten stachen hier im Stoxx 50 Glencore heraus mit plus 1,64 Prozent sowie Rio Tinto , die um 1,41 Prozent stiegen.

Im SMI fielen die Aktien der Credit Suisse mit 0,51 Prozent an das Index-Ende. Die Schweizer Bank nimmt nach der von US-Präsident Donald Trump jüngst unterzeichneten Steuerreform Wertberichtigungen ihrer Steuergutschriften vor. Für das vierte Quartal rechnet sie nun mit Abschreibungen in Höhe von rund 2,3 Milliarden Franken.

Die Aktien von Volvo verloren in Schweden nach einem Plus zur Eröffnung zuletzt 1,19 Prozent. Der Finanzinvestor Cevian hat dem chinesischen Autobauer Geely seinen gesamten 8,2-prozentigen Anteil am LKW-Bauer verkauft. Angaben zum Preis wurden nicht gemacht. Geely, der seit 2010 bereits den PKW-Hersteller Volvo besitzt, wird damit nun größter Aktionär des Lkw-Bauers Volvo.