Aktien Europa: Kaum verändert auf hohem Niveau

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PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die verhaltene Entwicklung an Europas Börsen hat sich am Dienstag fortgesetzt. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> stagnierte am Vormittag nahezu bei 4353,35 Punkten. Allerdings bewegt sich der Index aktuell auf dem höchsten Niveau seit Jahren.

Für den französischen Cac-40-Index <FR0003500008> ging es um 0,19 Prozent auf 7061,14 Zähler nach oben. Der britische FTSE 100 <GB0001383545> gewann mit 0,12 Prozent auf 7308,90 Zähler ebenfalls leicht hinzu.

Aktuell halten sich Konjunkturzuversicht und Bedenken wegen der hohen Inflation in etwa die Waage. "Die Inflation ist im Euroraum im Oktober auf so hohe Werte gestiegen wie seit mehr als 13 Jahren nicht mehr", hieß es dazu von der LBBW. Daher warteten die Märkte auf Aussagen der Währungshüter diesseits und jenseits des Atlantiks, "ob die führenden Notenbanken nicht doch vielleicht früher, schneller und entschiedener gegen den aktuellen globalen Teuerungsschock vorzugehen gedenken".

Gewinne verzeichnete der Autosektor. Hier stach Renault <FR0000131906> mit deutlichen Zuwächsen hervor. Der japanische Partner Nissan <JP3672400003> war in der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres in die Gewinnzone zurückgekehrt. Das zog andere Werte der Branche wie den Zulieferer Valeo <FR0000130338> mit, der ebenfalls gesucht war.

Zu den Gewinnern gehörten auch die Aktien der Primark <GB0006731235>-Mutter Associated British Foods <GB0006731235>. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn war zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr noch etwas schwächer ausgefallen als im Vorjahr und bewegte sich damit fast 30 Prozent unter dem Vorkrisen-Niveau. Die Aussicht auf eine Sonderdividende versöhnte aber. Zudem geht das Management davon aus, dass sich die Geschäfte mit Primark weiter erholen werden.

Die Prognosesenkung von Nordex <DE000A0D6554> belastete dagegen auch die Titel des dänischen Wettbewerbers Vestas <DK0010268606>. Zudem hatte die US-Bank JPMorgan das Kursziel von 195 auf 190 dänische Kronen gesenkt. Mit Blick auf die Margen habe sich der Windkraftkonzern sehr pessimistisch geäußert, schrieb Analyst Akash Gupta.

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