Aktien Asien/Pazifik: Zurückhaltung vor wichtigen US-Wirtschaftsdaten

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TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die Anleger an den Börsen Asiens haben sich am Mittwoch vor zahlreichen wichtigen US-Wirtschaftsdaten eher zurückgehalten.

Zur Wochenmitte steht insbesondere in den USA eine wahre Flut an Konjunkturdaten auf dem Programm. Wegen des Feiertags "Thanksgiving" am Donnerstag, den viele US-Bürger und Behörden für ein verlängertes Wochenende nutzen, werden viele Daten auf diesen Mittwoch vorgezogen. Darüber hinaus veröffentlicht die US-Notenbank Fed ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung. Analysten und Anleger werden es nach zusätzlichen Hinweisen auf die Geldpolitik der Notenbanker abklopfen. Die Fed hat damit begonnen, ihre Geldpolitik etwas zu straffen, indem sie ihre immensen Wertpapierkäufe schrittweise zurückfährt.

Ein wesentliches Thema an der Börse bleibt denn auch "Zinsen und Inflation" - neben der Corona-Lage. Erst diese Woche hatte die Nominierung von Jerome Powell für eine zweite Amtszeit als Chef der US-Notenbank Fed sowie die aktuelle angespannte Corona-Lage die Realzinsen in den USA steigen lassen, wie der Deutsche-Bank-Experte Jim Reid erklärt. So gingen Anleger mittlerweile von einer weniger "taubenhaften" Fed aus, also einer etwas weniger großzügig-lockeren Geldpolitik.

Das hatte die Kurse in Asien bereits am Dienstag belastet. Am Mittwoch lehnten sich die Investoren nun auch nicht sonderlich weit aus dem Fenster, trotz leicht positiver Vorgaben der Wall Street. Die hatte sich im späten Handel ein wenig erholt.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> zur Wochenmitte 1,6 Prozent tiefer mit 29 302,66 Punkten. Allerdings war in Tokio am Dienstag wegen eines Feiertages nicht gehandelt worden.

In China hielt sich der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Unternehmen vom Festland mit zuletzt 4915 Punkten stabil, der Hang-Seng-Index <HK0000004322> in der Sonderverwaltungszone Hongkong stieg im späten Handel um ein halbes Prozent auf 24 776 Punkte.

Moderat nach unten ging es für die Leitindizes in Südkorea und Australien.

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