Aktien Asien/Pazifik: Verluste überwiegen nach deutlicher Fed-Zinsanhebung

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Asiens wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag überwiegend nachgegeben. Lediglich in Japan ging es nach der deutlichen Leitzinsanhebung der US-Notenbank Fed mit den Kursen bergauf. Dieser Schritt kam zwar nicht überraschend, könnte aber zu einem Abfluss von Mitteln aus anderen Regionen in Richtung der USA führen und so die Attraktivität etwa der asiatischen Handelsplätze schmälern.

Die Fed hatte am Vortag den Leitzins um 0,75 Prozentpunkte angehoben, was den größten Zinsschritt seit fast 30 Jahren bedeutete. Damit wollen die Währungshüter die hohe Inflation bekämpfen, schüren aber auch die Angst vor einer Rezession. Fed-Chef Jerome Powell betonte zwar, dass ein so hoher Zinsschritt "natürlich ungewöhnlich" und nicht üblich sei. Gleichzeitig stellte er für Ende Juli eine erneute Anhebung um 0,5 oder 0,75 Punkte in Aussicht. Für die Fed ist es ein Drahtseilakt, die steigende Inflation zu stoppen und gleichzeitig das Wirtschaftswachstum nicht zu sehr auszubremsen.

Der am Vortag noch schwache Tokioter Leitindex Nikkei 225 <JP9010C00002> <XC0009692440> schloss 0,40 Prozent höher bei 26 431,20 Punkten. Dagegen ging es für den australischen S&P/ASX 200 <XC0006013624> um 0,15 Prozent auf 6591,10 Punkte bergab, womit er an seine negative Vortagsentwicklung anknüpfte.

Chinas Börsen, die sich zur Wochenmitte dank guter Konjunkturdaten noch gegen den weltweit schwachen Markttrend gestemmt hatten, gerieten nun ebenfalls unter Druck: Der CSI-300-Index <CNM0000001Y0> mit den 300 wichtigsten Unternehmen des chinesischen Festlands verlor 0,60 Prozent auf 4252,72 Zähler und der Hang-Seng-Index <HK0000004322> in Hongkong sank zuletzt um 1,51 Prozent auf 20 986,00 Punkte.

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