Aktien Asien: China mit starkem Jahresauftakt - Japan wegen Feiertag geschlossen

dpa-AFX

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY (dpa-AFX) - Die Börsen in China sind zum Jahresauftakt kräftig gestiegen. Ein erfreulicher Einkaufsmanagerindex des Wirtschaftsmagazins "Caixin" sorgte am Dienstag für gute Stimmung in Schanghai und Shenzhen. Besonders deutlich zogen Aktien aus der Immobilien-Branche an. In Japan blieben die Handelsplätze wegen eines Feiertags geschlossen.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong kletterte zuletzt um gut 1,80 Prozent und lag mit zwischenzeitlich 30 488,79 Punkten so hoch wie zuletzt vor zehn Jahren. Im vergangenen Jahr hatte der Index um fast 36 Prozent zugelegt.

Die Aktienmärkte in Shanghai und Shenzhen gewannen ebenfalls deutlich hinzu. Der CSI 300 , der die 300 wichtigsten Werte aus Festland-China umfasst, schloss mit Plus 1,40 Prozent auf 4087,40 Punkte. Im Jahr 2017 konnten sich die Anleger über ein Plus von fast 22 Prozent freuen.

Nur in Australien stand zum ersten Handelstag ein Minus auf dem Kurszettel: Der Leitindex ASX 200 gab geringfügig nach um 0,06 Prozent. Die Jahresbilanz fiel hier mit einem Plus von 7 Prozent auch eher bescheiden aus.

Für die asiatischen Märkten sind Experten für das neue Jahr optimistisch. Profitieren könnten die Börsenplätze womöglich davon, dass die Karten an den Weltmärkten neu gemischt werden. Nachdem die New Yorker Börsen zuletzt von Rekord zu Rekord geeilt sind, sehen einige Fachleute außerhalb der USA größere Chancen.

"Vor allem japanische Aktien dürften stärkeren Rückenwind von der Geldpolitik erhalten und von der Währungsentwicklung profitieren", schrieb Manfred Bucher von der BayernLB in seinem Jahresausblick. Für die chinesischen Märkte sieht der Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank weiteres Kurspotenzial.

Sein Argument für Geldanlagen im Reich der Mitte ist vor allem die Liberalisierung der Kapitalmärkte. Er rechnet damit, dass die Aufmerksamkeit internationaler Investoren für chinesische Festlandaktien weiter zunehmen wird.

Chinesen wiederum säßen auf viel Bargeld, das zukünftig stärker in andere Märkte fließen dürfte.