AKTIE IM FOKUS: Teamviewer schwächeln nach 'wie erwartet starken Zahlen'

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktie von Teamviewer <DE000A2YN900> hat am Montag im MDax <DE0008467416> mit einer Berg- und Talfahrt auf Eckdaten des Herstellers von Fernwartungssoftware reagiert. Am frühen Nachmittag gab sie zuletzt um 0,9 Prozent auf 42,03 Euro nach. Damit waren die Kursschwankungen allerdings längst nicht mehr so stark wie zur Vorlage der Zahlen des dritten Quartals im November, als Teamviewer über eine Verlangsamung des Wachstums berichtet hatte. Händler und Analysten nannten die Eckzahlen zum vierten Quartal und zum Gesamtjahr zwar solide, sie seien dennoch aber weitgehend wie erwartet ausgefallen.

Nach einem Kurssprung der Aktie am Morgen bis knapp unter 43,90 Euro ging es rasch wieder abwärts bis etwas über 41 Euro. Während damit der Ausbruchsversuch des Papiers über die 200-Tage-Linie, die den längerfristigen Trend signalisiert, nicht nachhaltig war, konnte zumindest die 90-Tage-Linie bei rund 41 Euro stützen. Sie gibt charttechnisch interessierten Anlegern den mittelfristigen Trend an. Bei nun etwas über 42 Euro profitiert das Papier aktuell von der Unterstützung auf kurze Sicht. Hier verläuft die 21-Tage-Linie.

Einem Händler zufolge sind die Angaben zu den in Rechnung gestellten Umsätzen (Billings) auf Quartals- und Jahresbasis sowie zur operativen Profitabilität "auf den ersten Blick kein Kurstreiber". Vielmehr verwies er auf die starke Schwankungsbreite der Aktie. Es gebe aktuell nicht genug Fantasie mit Blick auf das Arbeiten von Zuhause aus, das einen nachhaltigeren Kursausbruch nach oben hin ermöglichen könnte, erklärte er.

Die Aussagen einiger Analysten ließen ähnliche Schlüsse zu. So fielen laut Goldman-Analyst Mohammed Moawalla die Billings insgesamt wie erwartet aus. Unter Ausklammerung der Wechselkurse sei das Wachstum aus unternehmenseigener Kraft aber höher als von ihm geschätzt gewesen. Analystin Sherri Malek von RBC schrieb ebenfalls von "stark wie erwartet" ausgefallenen Billings.

Expertin Stacy Pollard von JPMorgan stieß ins gleiche Horn. Allerdings hob sie zudem noch hervor, dass es nur wenige Möglichkeiten für Investoren gebe, im europäischen Software-Sektor auf ein solch konsistent hohes Wachstum zu setzen, wie Teamviewer es biete.