AKTIE IM FOKUS: Prognoseerhöhung beschert Amadeus Fire Rekordhoch

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Dank einer erhöhten Gewinnprognose und einer starken Entwicklung im ersten Halbjahr haben die Aktien von Amadeus Fire <DE0005093108> ihre Erholungsrally mit einem Rekordhoch gekrönt. Die Papiere des Personaldienstleisters schnellten am Donnerstag auf bis zu 171 Euro in die Höhe und erreichten damit eine historische Bestmarke.

Zuletzt notierten die Anteilsscheine noch rund acht Prozent im Plus bei 168 Euro. Damit waren sie mit Abstand der Favorit der Anleger im Nebenwerteindex SDax <DE0009653386>. Dieser legte um gut ein Prozent zu.

Nach einem guten Geschäft in den ersten sechs Monaten erhöhte Amadeus Fire seine Gewinnprognose für das laufende Jahr kräftig. Der operative Gewinn soll 2021 um mindestens 50 Prozent steigen. Bereits bei der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal hatte sich der Vorstand etwas optimistischer gezeigt und ankündigt, besser als prognostiziert abzuschneiden, dabei aber keine konkreten Zahlen genannt.

Ein Händler schrieb, Amadeus Fire habe seine Prognose signifikant erhöht. Mit dem nun angepeilten Gewinnanstieg auf mehr als 60 Millionen Euro habe der Personaldienstleister die Markterwartung übertroffen. Ein anderer Börsianer aber wollte den starken Kursanstieg nicht überbewerten und wies darauf hin, dass der Titel nicht im Fokus der Anleger stehe. Entsprechend sei auch der Handel mit den Aktien sehr dünn, so dass die Kurse recht stark nach oben oder unten ausschlagen können.

Der Analyst Andreas Wolf von der Investmentbank Warburg Research ergänzte, dass Amadeus Fire im zweiten Quartal auf den ersten Blick profitabler gewirtschaftet habe als von ihm erwartet. Der Experte betonte, dass in der Dienstleistung Zeitarbeit die Auftragszahlen Ende Juni erstmalig wieder an das Vorkrisenniveau anschließen konnten.

Auch die Anteilsscheine von Amadeus Fire haben mittlerweile die Corona-Krise hinter sich gelassen. Kurz vor deren Eskalation an den Aktienmärkten Ende Februar 2020 hatten die Papiere noch 157 Euro gekostet. Dann folgte innerhalb weniger Wochen ein steiler Absturz bis auf rund 69 Euro - das tiefste Niveau seit 2017. Von diesem Zwischentief aus erholten sich die Aktien dann peu a peu.

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