AKTIE IM FOKUS: Höhere Siemens-Ziele lassen Anleger kalt

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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die angehobene mittelfristige Zielsetzung des Technologiekonzerns Siemens <DE0007236101> unter dem neuen Chef Roland Busch hat die Anleger am Donnerstag nicht vom Hocker gerissen. In einem festen Gesamtmarkt fielen die Papiere der Münchener zuletzt um 0,67 Prozent auf 135,94 Euro und bildeten damit das Schlusslicht im Dax <DE0008469008>.

Wie Siemens im Rahmen eines Kapitalmarkttages mitteilte, sollen die vergleichbaren Umsätze in den kommenden drei bis fünf Jahren durchschnittlich um 5 bis 7 Prozent pro Jahr wachsen. Zuvor hatte Siemens über den Geschäftszyklus ein Plus von 4 bis 5 Prozent angepeilt. Der Gewinn soll stärker zulegen als der Umsatz. Von den neuen Zielen sollen auch die Aktionäre in Form eines Aktienrückkaufprogramms von bis zu drei Milliarden Euro bis 2026 profitieren. Zudem kündigte der Konzern steigende Dividenden an.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021/22 (per Ende September) bekräftigte Siemens seine Gewinnziele. Die derzeit "günstige Geschäftsentwicklung" des Konzerns setze sich auch im laufenden Quartal fort, hieß es.

Erste Reaktionen aus dem Markt waren durchaus positiv, wenn auch meist wenig überrascht. Sein erster Eindruck entspreche seinen bisherigen Erwartungen, schrieb Analyst Andreas Willi von der US-Bank JPMorgan. Das Umsatzziel des Industriekonzerns sei etwas ehrgeiziger als er erwartet habe. Die angehobenen Ziele für die Sparte Intelligente Infrastruktur sowie für das Zuggeschäft seien zwar positiv, entsprächen aber ebenfalls weitgehend seinen Annahmen.

Analyst Mark Fielding von der kanadischen Bank RBC lobte den neuen Konzernausblick und die angekündigten Aktienrückkäufe. Er werte all dies positiv für das Bestreben von Siemens, ein Unternehmen mit einem durchgängigen jährlichen Gewinnanstieg je Aktie im oberen einstelligen Prozentbereich zu werden.

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