AKTIE IM FOKUS: Gewinnmitnahmen bei Wacker Chemie - JPMorgan wird pessimistisch

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Auf dem zuletzt erreichten Hoch seit 2008 erwischt es die Aktionäre von Wacker Chemie <DE000WCH8881> am Donnerstag heftig wegen einer Analystenabstufung. Die Papiere des Spezialchemiekonzerns sackten in einem Marktumfeld, das vor dem EZB-Entscheid erneut von Zinssorgen geprägt war, besonders stark um 5,7 Prozent ab.

Im Laufe der Woche hatten sie erstmals seit 14 Jahren wieder mehr als 180 Euro gekostet, doch auf diesem Niveau werden Anlageexperten vorsichtiger. Die US-Bank JPMorgan nimmt nun gar eine pessimistische Haltung an.

Getrieben von anziehenden Produktpreisen hatte der Kurs in diesem Jahr in der Spitze etwa 40 Prozent zugelegt, als am Montag mit 187,10 Euro der höchste Stand seit 2008 erreicht wurde. Der JPMorgan-Experte Chetan Udeshi stufte die Papiere auf "Underweight" ab, weil sein Kursziel von 160 Euro damit deutlich überschritten wurde.

Er warnte vor normalisierten Preisen für Silikonprodukte und einer Angebotswelle bei Solar-Vorprodukten - und damit vor geschäftlichen Risiken, die größer werden. Am Vortag hatte das Analysehaus AlsterResearch bereits aus ähnlichen Gründen die Kaufempfehlung aufgegeben./tih/zb

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