AKTIE IM FOKUS 2: Verzicht auf Dividende verstimmt Aktionäre von Continental

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(Neu: Warburg Analyst, Kursentwicklung)

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der vom Continental-Management vorgeschlagene Verzicht auf eine Dividende angesichts eines Konzernverlusts im Corona-Jahr 2020 kommt bei den Aktionären des Autozulieferers und Reifenherstellers shlecht an. Sie reagierten vergrätzt und schickten die Aktie <DE0005439004> am Montagmorgen auf Talfahrt. Die Papiere büßte kurz nach Handelsbeginn 3,9 Prozent auf 115,70 Euro ein. Zuletzt waren sie mit einem Minus von noch 2,5 Prozent einer der größten Verlierer im deutschen Leitindex Dax <DE0008469008>.

"Wir und auch die Mehrheit der Analysten, deren Schätzung für die Konsensprognosen berücksichtigt wurden, hatten angenommen, dass Conti trotz eines Verlustes auf Konzernebene eine Dividende für 2020 zahlen wird", schrieb Analyst Marc-René Tonn von Warburg Research in einer ersten Reaktion. Er sei von 1,50 Euro je Aktie ausgegangen. Der Analystendurchschnitt (Konsens) liege bei 1,86 Euro.

Zugleich sollte das Aussetzen der Dividendenzahlung ihm zufolge jedoch nicht nicht komplett überrascht haben. Zum einen sei es Fakt, dass Conti einen Nettoverlust erlitten habe und zum anderen laufe derzeit ein Restrukturierungsprogramm. Dabei verwies Tonn zusätzlich darauf, dass der Betriebsratschef von Conti, Hasan Allak, bereits Ende Januar gefordert hatte, auf eine Dividendenzahlung für das abgelaufene Jahr zu verzichten.

Jefferies-Analyst Sascha Gommel vermutet Ähnliches, denn er verweist ebenfalls auf die laufenden Umstrukturierungen mit beschlossenen Werksschließungen. Entsprechend dürfte die Dividendenaussetzung ein Zugeständnis sein angesichts der mit den Werksschließungen verbundenen Entlassungen. Finanzielle Erwägungen dürften Gommel zufolge indes keine Rolle gespielt haben./ck/la/mis

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