AKTIE IM FOKUS 2: Margenziel sorgt bei Software AG nach Rally für Ernüchterung

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Der Geschäftsausblick der Software AG hat die zuletzt hoch gesteckten Markterwartungen am Donnerstag verfehlt. Die bereinigte operative Gewinnmarge könne im laufenden Jahr auf bis zu 30 Prozent zurückgehen, teilten die Darmstädter mit. Dem steht eine Konsensschätzung von 31,8 Prozent gegenüber. Entsprechend enttäuscht reagierten die Anleger. Der Kurs fiel bis auf 44,12 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Mitte November. Zuletzt zählten die Papiere mit einem Minus von noch 5,5 Prozent auf 44,76 Euro zu den größten Verlierern im TecDax.

Zwar hält das Unternehmen auch eine Marge von 32 Prozent für möglich, womit es die mittlere Marktschätzung leicht überbieten würde. Investoren machten dennoch lieber erst einmal weiter Kasse. Sie waren in den vergangen Tagen bereits vorsichtiger geworden: Vom Rekordhoch der im TecDax notierten Aktie vom Freitag bei fast 50 Euro hatte diese zuletzt wieder nachgegeben.

Die Umsatzprognose des IT-Unternehmens für 2018 sei "okay", kommentierte Analyst Thomas Becker von der Commerzbank. Mit Blick auf die Marge liege jedoch nur das obere Ende der prognostizierten Spanne auf Höhe der Markterwartungen. Stacy Pollard von der US-Bank JPMorgan wies daraufhin, dass das Wachstum in der Digitalsparte DBP im vergangenen Jahr mit 5 Prozent nur am unteren Rand der von 5 bis 10 Prozent reichenden Spanne gelegen habe.

Den Kursverlusten der Software AG war eine regelrechte Euphorie an der Börse vorausgegangen, getrieben vor allem von hohen Erwartungen an das sogenannte Internet der Dinge. Vom Zwischentief der Aktie im August war diese bis zum jüngsten Rekordhoch um 44 Prozent nach oben geschnellt. Die Software AG könne zum Gewinner einer immer stärkeren Technisierung der Wirtschaft werden, argumentierten viele Experten./bek/mis/jha/

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