Akku-Staubsauger im Test: Nur zwei sind empfehlenswert

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Handlich und vor allem kabellos – Akku-Staubsauger vereinfachen das Bodenreinigen. Das ist auch der Grund, warum sie mittlerweile fast öfter verkauft werden als große Bodenstaubsauger. Gute Leistungen bringen sie aber nicht. Stiftung Warentest hat zehn Modelle ins Testlabor geschickt, acht reinigten „mangelhaft“. Nur zwei schafften auch Tierhaare und bekommen eine Empfehlung.

Kein schweres Schleppen, kein Kabelsalat – Akku-Staubsauger sind super praktisch und schnell zur Hand. Allerdings sind die meisten nur als Zusatz zum klassischen Bodenstaubsauger zu gebrauchen, denn sie lassen jede Menge Dreck liegen, so das Testergebnis von Stiftung Warentest.

Die Experten untersuchten zehn Modelle unter anderem auf Saugleistung, Akkulaufzeiten, Handhabung, Haltbarkeit und wie gut sie Tierhaare entfernen. Auch die Umwelteigenschaften spielten beim Test eine Rolle. Die Prüfer untersuchten die Geräte auf Staubrückhaltevermögen, Geräusche, Stromverbrauch und Schadstoffe.

„Acht der zehn kabellosen Handstaubsauger fielen bei der wichtigsten Prüfung krachend durch: Sie saugen mangelhaft“, heißt es im Testbericht. Einige würden zudem die Raumluft mit Feinstaub verpesten und richtig Krach machen.

Zum Vergleich: Der beste Bodenstaubsauger (Bosch BGS5A300), den Stiftung Warentest im vergangenen Jahr getestet hat, schaffte es 88 Prozent des Staubs aus dem Teppich zu entfernen. Der Akkusauger (Grundig VCH9632) mit der geringsten Staubaufnahme im aktuellen Test brachte es gerade mal auf 22 Prozent.

Die von Stiftung Warentest getesteten Modelle sind zwischen 100 Euro und 500 Euro zu haben. Lediglich die zwei teuersten Akku-Staubsauger bekamen das Qualitätsurteil „Befriedigend“.

Die Empfehlenswerten

Der Dyson V8 Absolute für 500 Euro landete auf Platz 2 (Note 3,1). Zwar sei er komfortabel zu handhaben und habe ein „sehr gutes“ Staubrückhaltevermögen, aber seine Saugleistung beurteilten die Prüfer nur als durchschnittlich. Er sauge nur Grobgut, Fasern und Tierhaare überzeugend weg. Auf Teppichboden sei die Saugleistung lediglich ausreichend. Negativ fiel auch seine Akku-Leistung ins Gewicht. Bei voller Leistung ist nach acht Minuten Schluss.

Besser konnte es der Bosch Athlet Ultimate für 400 Euro. „Der einzige Akku-Sauger, der so gut reinigt wie ein Bodenstaubsauger“, so das Testergebnis. Mit 15 Minuten hält sein Akku auch fast doppelt so lang, wie der des Zweitplatzierten. Beim Test auf sein Staubrückhaltevermögen schnitt er aber etwas schlechter ab als der Dyson, die Handhabung sei zudem umständlicher.

Erstmals hat Stiftung Warentest auch getestet, wie gut die Sauger Tierhaare entfernen. Dafür wurden Haare von Hunden und Katzen verschiedener Rassen gereinigt und zu einem lockeren Flor verarbeitet. Für den Test verteilten die Prüfer dann eine Menge in der Größe eines Tischtennisballs auf einer Fläche von 20 mal 90 Zentimetern. Die zu entfernen, schafften auch nur der Dyson und der Bosch.

Wer zu Hause also gründlich und komfortabel saugen möchte, dem bleibt dann wohl doch nur ein Bodensauger und ein Akku-Modell höchstens für zwischendurch.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Akku-Staubsauger“ sowie Testergebnisse zu Bodenstaubsaugern finden Sie hier (kostenpflichtig).

Lesen Sie auch:

Milchaufschäumer im Test 

Stiftung Warentest warnt vor Schnäppchenfernsehern

Günstige Waschmaschinen im Test

Bestes aus dem Supermarkt: Die elektrischen Zahnbürsten sind top!

Matratzen im Test: Die teuerste ist am schlechtesten

Saugroboter im Test

Kaffeevollautomaten im Test

Testsieger: Die besten LED-Lampen

Energiebündel fürs Smartphone

Im Test: Mixer – viele versagen im Dauertest