Akku-Boost: So sollen unsere Geräte bald in 20 Sekunden laden

Eine neue Technologie soll den Akku-Ladegang beschleunigen. (Bild: Getty Images)

Eine neue Technologie aus Südkorea hat das Potenzial, die komplette Smartphone-Branche zu revolutionieren. Davon würden vor allem gestresste Nutzer profitieren, deren Handy-Akku aufgrund häufiger Nutzung schnell versagt.

Damit das Laden des Handys bald keine Geduldsprobe mehr ist, haben Wissenschaftler aus Südkorea einen Akku entwickelt, der Geräte in stolzen 20 Sekunden aufladen kann. Zum Vergleich: Mit der „Fast Charge“-Technologie etwa dauert es ca. 30 Minuten, um den Akku eines neuen iPhone-Modells zu 50 Prozent aufzuladen. Samsung wiederum unterstützt derzeit Forschungen, die es ermöglichen sollen, Smartphones in nur zwölf Minuten zu laden.

Doch neben der deutlichen Beschleunigung des Ladevorgangs weist der Akku, den südkoreanische Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology entwickelt haben, noch eine weitere Besonderheit auf: Er besteht nämlich aus Wasser. Was sich zunächst ungewöhnlich anhört, basiert auf einer ausgeklügelten Technologie. Für den wasserbasierten Hybridkondensator werden keine brennbaren organischen Lösungsmittel, sondern wasserbasierte Elektrolyte verwendet. Somit ist der Akku nicht nur sicherer, sondern auch umweltfreundlicher als bisherige Modelle.

Weitaus effektiver ist der Akku, weil der Energieaustausch auf den Oberflächen der Elektroden insgesamt ökonomischer abläuft. Netzartige Graphinstrukturen auf den Anoden sorgen dabei für eine Oberflächenvergrößerung – die wiederum zu einer höheren Ladekapazität führt. Insgesamt können so ganze 100.000 Ladezyklen absolviert werden.

Professor Jeung Ku Kang spricht laut „Techbook“ schon jetzt von einem Erfolg: „Diese umweltfreundliche Technologie lässt sich einfach herstellen und ist sehr gut anwendbar. Insbesondere könnte ihre hohe Kapazität und hohe Stabilität im Vergleich zu bestehenden Technologien zur Kommerzialisierung von wasserhaltigen Kondensatoren beitragen.“

Allerdings müssen sich Handynutzer noch einige Zeit gedulden, bis das Verfahren angewendet werden kann – die Technik ist derzeit noch nicht ausgereift.