Airline: Air-Berlin-Mitarbeiter bangen weiter um ihre Zukunft

Hoffnung herrschte am letzten Tag von Air Berlin. Heute ist die Zukunft vieler Mitarbeiter noch ungewiss

Vor zwei Wochen hat Air Berlin seinen Flugbetrieb eingestellt, für rund 8000 Mitarbeiter war es der letzte Arbeitstag bei Deutschlands einst zweitgrößter Fluggesellschaft. Nur einen Tag nach der finalen Landung in Tegel hatte das Management gute Nachrichten parat: Für 80 Prozent der Mitarbeiter seien neuen Jobs gefunden worden.

Tatsächlich gestaltet sich die Zukunft der meisten Mitarbeiter turbulent, vieles ist noch in der Schwebe. Insgesamt sind etwa 3500 Air-Berlin-Mitarbeiter seit dem 1. November freigestellt, sie bekommen also kein Gehalt mehr. Laut Jobcenter haben sich etwas mehr als 400 arbeitslos gemeldet – gerechnet wurde mit 1200. In einem Schreiben, das der Berliner Morgenpost vorliegt, fordern die Personalchefs von Air Berlin ihre Kollegen deshalb auf, den Gang zum Jobcenter anzutreten. Sonst gebe es kein Arbeitslosengeld. Die Mitarbeiter hatten offenbar befürchtet, Rechte beim Kündigungsschutz zu verlieren. Dies seien aber nur Gerüchte, so die Gewerkschaft Verdi.

Parallel sind 280 von 375 freigestellten Mitarbeitern des Bodenpersonals aus der Berliner Zentrale in die vom Land Berlin mitfinanzierte Transfergesellschaft gewechselt. Die restlichen 700 werden in den kommenden Monaten freigestellt.

Auch bei den Mitarbeitern aus der Technik ist noch nichts entschieden. Aktuell laufen Tarifverhandlungen mit dem Berliner Logistikunternehmen Zeitfracht und dem Wartungsdienstleister Nayak. Das Bieterkonsortium würde rund 300 Mitarbeiter aus Berlin und Düsseldorf übernehmen. So...

Lesen Sie hier weiter!