Air France streicht wegen Streiks jeden zweiten Langstreckenflug

Kunden von Air France müssen am 10. und 11. April erneut mit Flugausfällen und Verspätungen rechnen. Nach drei Streiktagen im Februar und März riefen die Gewerkschaften bei der französischen Fluggesellschaft zu dem zweitägigen Ausstand auf

Flugreisende bei Air France müssen am Donnerstag mit Ausfällen rechnen: Wegen eines Streiks wird voraussichtlich jeder zweite Langstreckenflug von Paris aus gestrichen, wie die Gesellschaft am Mittwoch mitteilte. Auch jeder vierte Mittelstreckenflug dürfte ausfallen. "Störungen und Verspätungen sind nicht ausgeschlossen", hieß es weiter.

Air France rief seine Kunden auf, sich auf der Internetseite des Konzerns zu informieren, ob ihr Flug stattfindet. Im Zweifelsfall sollten sie ihre Reise verschieben. Die Gesellschaft bietet eine kostenfreie Umbuchung an. Besonders Verbindungen am größten Pariser Flughafen Charles de Gaulle sind von dem Ausstand betroffen.

Alle Piloten und das Flugpersonal sind von den Gewerkschaften zum Streik aufgerufen. Sie verlangen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, Air France bietet ein Plus von einem Prozent an.

Die Arbeitnehmervertreter verweisen auf den Betriebsgewinn, der im vergangenen Jahr bei der Gruppe Air France-KLM um 42 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro gestiegen ist. Unter dem Strich stand jedoch ein Minus von 274 Millionen Euro. Der Konzern macht Veränderungen bei den Pensionsfonds der niederländischen KLM geltend.