Air Canada entlässt wegen Corona-Krise mindestens die Hälfte seiner Belegschaft

Air Canada musste 95 Prozent seiner Flüge streichen

Die Fluggesellschaft Air Canada entlässt wegen der Corona-Krise mindestens die Hälfte ihrer Belegschaft. Aufgrund der weltweiten Grenzschließungen und anderer Beschränkungen im Kampf gegen die Pandemie habe Air Canada sein Angebot um 95 Prozent reduzieren müssen, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Fluglinie an ihre Angestellten, die der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Sie rechnet demnach nicht mit einer baldigen Rückkehr zum normalen Flugbetrieb.

Air Canada hat derzeit rund 38.000 Beschäftigte und wickelte in normalen Zeiten 1500 Flüge am Tag ab. Angesichts des "derzeitigen Wirtschaftsklimas" lasse sich der Betrieb in dieser Größenordnung auch langfristig nicht aufrechterhalten, erklärte die Fluggesellschaft. Der Abbau von "50 bis 60 Prozent" der Belegschaft senke die Kosten und sichere die Zukunft des Unternehmens. Vorgesehen sind die Entlassungen demnach für Anfang Juni.

Air Canada hatte bereits Ende März 16.500 Mitarbeiter entlassen, wenige Tage darauf aber aufgrund eines Lohnkostenzuschusses der Regierung ihre Wiedereinstellung angekündigt. Das Hilfsprogramm wurde am Freitag bis Ende August verlängert.

Air Canada hat derzeit die meisten seiner internationalen Flüge gestrichen und seine Inlandsflüge eingeschränkt. Weltweit sind die Fluggesellschaften mit am stärksten von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie betroffen.