Air Berlin: So war der erste Flug nach Palma de Mallorca im Jahr 1979

Claudia Rössler war Flugbegleiterin bei Air Berlin

Berlin.  Das erste Mal fällt fast aus. In den Morgenstunden des 28. April 1979 ist eigentlich alles angerichtet: 148 Passagiere sitzen angeschnallt auf ihren Sitzen und wollen nach Palma de Mallorca. Es herrscht eine aufgeregte Stimmung, viele sind in Anzug und Kostüm gekommen – Fliegen ist damals noch etwas Besonderes. Doch kurz vor dem Start gibt es plötzlich Alarm: Feuer im Triebwerk. Ein Kabel soll sich entzündet haben.

"Das war der Horror, diese Hobel waren recht anfällig", erinnert sich Claudia Rössler, die damals Stewardess an Bord des Premierenflugs von Air Berlin ist. Die "Hobel" sind zwei Boeing 707, aus den beiden Maschinen besteht damals die gesamte Flotte. Doch der Zwischenfall auf dem Tegeler Rollfeld entpuppt sich als Fehlalarm. Nach dem Start beginnt die Crew sofort mit dem Service, es gibt ein kaltes Frühstück, eine riesige Auswahl an Zeitungen und natürlich alkoholische Getränke aus der Bordbar – die sind allerdings nicht umsonst.

Zweieinhalb Stunden später landet die Boeing sicher in Palma, um die Mittagszeit ist die Crew wieder zurück in Berlin und feiert den Erfolg mit einem Gläschen Sekt. "Wir waren stolz auf uns", sagt Rössler. "Wir hatten den Flug ganz elegant absolviert."

In ihrer Wohnung in Wilmersdorf hat die heute 69-Jährige Fotos vor sich ausgebreitet. Darunter ist auch eines nach dem ersten Flug nach Palma. In ihre Uniform, sagt sie, würde sie heute noch passen. Höchstens Konfektionsgröße 40 war ...

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