Nach Air-Berlin-Pleite: Cockpit kippt Vereinbarung mit Eurowings zu Piloten-Übergang

Altes Terminal soll noch bis 2025 bleiben. Termin für BER-Eröffnung wird am 15. Dezember bekannt gegeben .

Berlin. Für die Piloten der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin gibt es nun doch keinen geregelten Übergang zur Lufthansa-Tochter Eurowings. Der Vorstand der Vereinigung Cockpit hat die bereits mit dem Unternehmen getroffene Vereinbarung zu den Einstellungsbedingungen gekippt, wie die Gewerkschaft am Montag in Frankfurt mitteilte.

"Es darf nicht sein, dass ein Fast-Monopolist im deutschen Pilotenmarkt, wie die zum Lufthansa Konzern gehörende Eurowings, ihre Position eiskalt ausnutzt, um einen Betriebsübergang zu umgehen", sagte Vorstandsmitglied Jörg Handwerg zur Begründung. Eurowings verlangt, dass sich Air-Berlin-Beschäftigte neu bewerben.

Mit der VC hatte Eurowings vor wenigen Tagen vorläufig vereinbart, dass die Piloten bei der deutschen Tochtergesellschaft in Düsseldorf zu hiesigen Tarifbedingungen anfangen sollten. Zuvor waren die Jobs bei der Eurowings Europe in Wien geplant.

Ähnliche Tarifverträge hatten bereits die Gewerkschaften Verdi und Ufo für das Kabinenpersonal unterzeichnet. Die Verträge regeln nur die Standards bei individuellen Einstellungen und sind nicht mit einem regulären Betriebsübergang zu verwechseln. Die Lufthansa-Tochter sucht aktuell rund 400 Piloten. Die VC hat den Air-Berlin-Piloten davon abgeraten, sich einzeln bei Eurowings zu bewerben.

AB6210: Das war der letzte Flug der Air Berlin

Der letzte Flieger der Air Berlin landete um 23.46 Uhr in Tegel - und wurde von rund 2000 Mitarbeitern und Zuschauern empfangen.

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