Air-Berlin-Insolvenz: Große Transfergesellschaft für Air-Berlin gescheitert

Die Verhandlungen für eine Transfergesellschaft für alle Air-Berlin-Mitarbeiter sind gescheitert (Archiv)

Tausende Mitarbeiter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin stehen vor der Kündigung. Eine zunächst erhoffte große Auffanggesellschaft für bis zu 4000 bis 4500 Beschäftigte ist vom Tisch. Möglich ist aber noch eine kleine Variante, die nur vom Land Berlin unterstützt wird. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen und Senatskanzlei-Chef Björn Böhning (beide SPD) sagten am Mittwoch nach einem Treffen von Berlin, Nordrhein-Westfalen und Bayern mit dem Bund, man habe sich nicht auf eine Lösung verständigen können.

Bayern habe kein Geld geben wollen, Nordrhein-Westfalen und der Bund nur in einem geringem Umfang. Deshalb werde es eine Transfergesellschaft für alle Betroffenen "aller Wahrscheinlichkeit nach nicht geben". Berlin werde aber eine "kleine Lösung" der Air-Berlin-Arbeitnehmer selbst unterstützen, sagte Kollatz-Ahnen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte in einer ersten Reaktion, man gebe die Bemühungen nicht auf. Man habe feststellen müssen, "dass andernorts zwar die Bereitschaft vorhanden ist, mit kurzfristigem Engagement einem Unternehmen zu helfen, aber nicht den Menschen, die dieses Unternehmen über Jahrzehnte als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Leben gehalten haben". Für eine kleine Transfergesellschaft biete Berlin seine Hilfe an.

Scharfe Kritik am Bund

Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen sagte, Berlin würde dafür einen Zuschuss von rund 10 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Für eine große Transfergesellschaft wären rund 50 Millionen nöt...

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