Air Berlin-Auktion: 352 Euro für 100 versteigerte Schokoherzen

Air Berlin-Auktion: 352 Euro für 100 versteigerte Schokoherzen

Die erste Runde der Air Berlin-Auktion ist beendet. Fans der insolventen Fluggesellschaft haben bei der Online-Versteigerung von Erinnerungsstücken, wie Schokoherzen, Sitzen oder Servierwagen, tief in die Tasche gegriffen.

Ein Blick auf die offizielle Homepage des Versteigerungshauses Dechow zeigt, dass beispielsweise 100 Schokoherzen mit Air Berlin-Aufdruck für 352 Euro weggingen. Ein Modell des Airbus A330 wechselte für unglaubliche 8.000 Euro den Besitzer. Auch die Summen für Servierwagen können sich sehen lassen: Einige Bieter blätterten dafür bis zu 1.888 Euro hin. Ein Doppelsitz aus der Business Class kam für 3.066 Euro unter dem Hammer und ein Becher mit Air Berlin-Logo brachte es vom Startpreis von 1 Euro auf 100 Euro.

Rund 40.000 Interessenten aus mehr als 30 Ländern hatten sich für die Auktion angemeldet, heißt es. 10.000 boten um die begehrten Stücke von Air Berlin mit. “Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden”, sagte Toke Bransky vom Versteigerungshaus Dechow. Wie viel Geld in der ersten Runde zusammengekommen ist, könne er aber noch nicht genau sagen, weil am Freitag noch für die letzten Lose der Auktionsrunde geboten werden konnte. Bransky schätzt aber, dass es mehrere 100.000 Euro sein dürften.

Seit Freitag läuft nun die nächste Versteigerungsrunde. Dort können Liegestühle, Sporttaschen und Wasserbälle ersteigert werden. Wer gern ein Original-Outfit der Air Berlin-Crew im heimischen Schrank hätte, der muss sich vermutlich noch etwas gedulden. “Die Uniformen sind teilweise mit Hoheitsabzeichen versehen, Streifen an den Ärmeln zum Beispiel”, erklärte Bransky dem “Tagesspiegel”. Es müsse daher noch geklärt werden, ob die Dienstbekleidung der Piloten und Flugbegleiter unter dem Hammer kommen darf. Die Gespräche mit dem Luftfahrt-Bundesamt in Braunschweig würden noch laufen.

Bild-Copyright: Marcel Kusch/dpa