„Aggressives Verhandeln“: Wie Emily Blunt sich gegen Lohnunterschiede wehrt

Mit dem berühmten Kindermädchen Mary Poppins wartet in diesem Jahr die wohl größte Rolle ihrer bisherigen Karriere auf Emily Blunt. (Bild: Invision/AP Photo)

Das Thema Lohnunterschied macht auch vor Hollywood nicht halt, doch nicht alle weiblichen Stars finden sich damit ab. Die Schauspielerin Emily Blunt verriet nun, dass sie sich weigere, niedrigere Gehälter als ihre männlichen Kollegen einfach hinzunehmen.

„Der Teufel trägt Prada“, „Fast verheiratet“ oder „Girl on the Train“ – Emily Blunt gehört mittlerweile zu den ganz Großen in Hollywood. Doch auch erfolgreiche und weltbekannte Schauspielerinnen wie die britische Golden-Globe-Preisträgerin sind bei ihrer Arbeit oft mit der „Gender Pay Gap“, also geschlechtsspezifischen Lohnunterschieden, konfrontiert.

Wie Blunt nun in ihrer neuen Cover-Story für die „Vanity Fair“ verriet, nimmt sie es jedoch nicht hin, weniger zu verdienen als ihre männlichen Kollegen. „Ich sehe es als meine persönliche Verantwortung an, sicherzustellen, dass ich mich nicht übers Ohr gehauen oder weniger Wert als jemand anderes fühle“, so die 34-Jährige. „Vor allem in diesem neuen Klima halte ich es für okay, die Worte ‚aggressiv verhandeln’ wieder positiv zu besetzen.“

Der Schauspielerin ist es dabei wichtiger, an sich selbst zu denken – statt daran, was andere von ihr halten könnten. „Für gewöhnlich machen andere Leute so viel Geld mit dir, dass es mir einfach um Gerechtigkeit geht. Ich lege Wert darauf, mich nicht zu viel mit Gedanken wie ‚Ich hoffe, sie halten mich für einen Teamplayer’ herumzuschlagen“, berichtete sie. „Die Leute, die anrufen und die Deals machen, sind Geschäftsleute. Nicht der Produzent, sondern Leute, deren Job es ist, dich übers Ohr zu hauen. Dass wir mittlerweile von solchen Geschichten überflutet werden, hat ein sichereres Klima geschaffen, um das zu fordern, was man will.“

Emily Blunts nächste große Rolle ist die der Mary Poppins in „Marry Poppins Returns“. Der Musical-Film mit Meryl Streep, Colin Firth und Lin-Manuel Miranda in weiteren Rollen soll am 20. Dezember 2018 in die deutschen Kinos kommen.