Agenda 2023: Bayerns Masterplan mit Kalkül

Johannes Fischer

Die Chance, die Champions League im eigenen Stadion zu gewinnen, bekommt man nicht allzu häufig. Außer vielleicht, man ist der FC Bayern. 

10 Jahre nach der dramatischen Niederlage im Finale dahoam wird München 2022 erneut das Endspiel der Königsklasse austragen.


Bayern-Boss Rummenigge: "Ich bin überzeugt, dass die Stadt München und der FC Bayern gemeinsam ein Fußballfest organisieren werden, bei dem wir uns der Welt professionell und modern, dabei aber gleichzeitig sympathisch und heimatverbunden präsentieren werden".

Und am besten auch mit dem Henkelpott. Dafür stellen die Münchner schon jetzt alle Weichen. Dabei immer wieder im Fokus: das Jahr 2023.

Bayern verlängert mit Säulen des Kaders

Noch im Winter war Hasan Salihamidzics To-do-Liste voll bis zum Anschlag. Für den Sportdirektor des FC Bayern München ging es um nicht weniger, als den Stamm des Rekordmeisters über die laufende Saison hinaus zu behalten. 

Hinter den Namen von Thomas Müller und Alphonso Davies konnte Salihamidzic schon vor einiger Zeit einen Haken machen - mit Manuel Neuer folgte am Mittwoch ein weiterer. Wie Müller unterschrieb er bis 2023. Davies bleibt sogar bis 2025 ein Münchner. 


Neuer betonte, wie wichtig ihm die Perspektive gewesen sei, die Champions League gewinnen zu können. Dieses Vorhaben mit einer "konkurrenzfähigen Mannschaft" anzuvisieren, sei sein "Ziel und Anspruch", betonte Neuer seinerzeit.

Zumindest Teil eins dieser Forderungen erfüllten die Bayern bereits: Dass die Vereinsbosse weiterhin auf Flick setzen und dessen Vertrag ebenfalls bis 2023 verlängerten, half aber nicht nur bei Neuers Unterschrift - auch Müllers Verlängerung darf sich der Coach zumindest teilweise auf die Fahne schreiben.

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Bayern-Zukunft sieht rosig aus

Bereits im vergangenen Sommer hatte sich Robert Lewandowski mit den Münchnern auf eine Vertragsverlängerung bis 2023 geeinigt - es war die Ouvertüre einer ganzen Serie von Treuebekundungen.

Erst der polnische Stürmer, dann Müller, gefolgt von Davies, Neuer. Thiago dürfte schon bald folgen, und auch bei David Alaba hoffen die Verantwortlichen auf eine Unterschrift. 

Bayerns Signal an die Konkurrenz: Das Gerüst des deutschen Rekordmeisters steht über Jahre bombenfest - mindestens bis zum Finale der Königsklasse 2022 im eigenen Stadion.

Der Vorteil: Laufen die wichtigen Verträge alle bis 2023 laufen im Frühjahr 2022 zwar womöglich die Diskussionen, wer noch verkauft wird, um ihn ein Jahr später nicht ablösefrei zu verlieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass schon früher Stützden der Mannschaft wegbrechen, sinkt aber enorm.

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Großer Bayern-Umbruch 2023

Im Jahr 2023 könnte dann der große Umbruch folgen. Wenn Neuer (dann 37 Jahre alt), Müller (33), Lewandowksi (34) und Co. auf die Rente zugehen, können Spieler wie Joshua Kimmich, Leon Goretzka oder Serge Gnabry mehr Verantwortung übernehmen. 


Im besten Fall starten zudem bis dahin die Youngster, wie Joshua Zirkzee, Fiete Arp oder Mikael Cuisance durch und sorgen für einen steten Nachschub aus den eigenen Reihen. Punktuell wird der Kader ja jetzt schon verstärkt, die Ankunft von Leroy Sané in diesem Sommer ist weiter wahrtscheinlich.

Und mit der "Agenda 2023" als Sicherheit, können sich die Verantwortlichen in aller Ruhe nach weiteren Verstärkungen umschauen.