Afrin: Türkei warnt Syrien vor Eingreifen

Die Türkei hat Syrien davor gewarnt, die in der nordsyrischen Provinz Afrin kämpfende kurdische Miliz YPG zu unterstützen. Bekir Bozdag, Sprecher der türkischen Regierung und stellvertretender Ministerpräsident, sagte in Ankara:

„Selbst wenn die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldet, dass Truppen, die mit der syrischen Armee verbündet sind, nach Afrin einmarschieren werden, wurde dieser Bericht nicht von den Behörden bestätigt. Dieser Bericht ist falsch und hat mit der Wahrheit nichts zu tun. Dem Kenntnisstand unserer Sicherheitsorgane nach kann einstweilen keine Rede davon sein, dass Syrien jegliche Truppen in dieses Gebiet verlegt.“

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte, sollte die syrische Armee dabei helfen, die kurdischen Kämpfer zu vertreiben, sei das in Ordnung, er warnte aber vor einer Unterstützung der YPG.

In besagter Meldung der syrischen Nachrichtenagentur wird der türkische Militäreinsatz als „barbarische Aggression“ bezeichnet, der hunderte Zivilisten zum Opfer fielen.

Die türkische Armee geht in Nordsyrien seit dem 20. Januar gegen kurdische Kämpfer sowie die Miliz Islamischer Staat vor. Nach Angaben aus Ankara wurden bislang über 1600 feindliche Kämpfer getötet.