Affenpocken: WHO ruft höchste Alarmstufe aus

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Affenpocken-Ausbruch zu einer «Notlage von internationaler Tragweite» erklärt.

Mit Blick auf die inzwischen mehr als 16.000 bestätigten Fälle in 75 Ländern und Territorien mit bisher fünf Toten rief WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf die höchste Alarmstufe aus, die die Organisation bei einer Gesundheitsbedrohung verhängen kann.

Die internationale Verbreitung der Krankheit ist äußerst ungewöhnlich. Bisher war sie im Wesentlichen auf sechs afrikanische Länder beschränkt. In Deutschland meldete das Robert Koch-Institut nun knapp 2300 Fälle.

Auch drei Monate nach dem Ausbruch seien 98 Prozent der Betroffenen Männer, so Experten Aktuell konzentriere sich der Ausbruch auf Männer, die Sex mit Männern hätten - vor allem wenn sie viele Partner hätten. Infektionen mit Affenpocken erfolgen nach derzeitigem Wissensstand gewöhnlich durch engen Körperkontakt.

Europa gilt laut WHO als die Weltregion mit einem besonders hohen Ansteckungsrisiko.

Mit der Verbreitung der Affenpocken wächst international das Interesse an Impfstoffen. Mindestens drei Impfstoffe scheinen sich laut WHO für eine schützende Injektion zu eignen. Rund die Hälfte der aktuell betroffenen Länder habe bereits Zugang zu diesen Stoffen.

Die Einstufung soll die Regierungen der Mitgliedsländer dazu bewegen, Maßnahmen zu ergreifen, um den Ausbruch einzudämmen. Sie sollen Ärzte und Kliniken sensibilisieren, bei Verdachtsfällen Schutzmaßnahmen treffen und die Bevölkerung aufklären, wie sie sich vor einer Ansteckung schützen kann.

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