Affäre um Stormy Daniels: Trump widerspricht Anwalt Giuliani

US-Präsident Donald Trump hat einer Erklärung seines neuen Rechtsberaters Rudy Giuliani widersprochen . Dabei geht es um Aussagen von Giuliani zur Schweigegeld-Vereinbarung mit Pornodarstellerin Stormy Daniels.

Sie hatte behauptet, 2006 Sex mit Trump gehabt zu haben und hat Klage gegen ein Schweigeakommen eingereicht. Dieses verpflichtet sie dazu, Einzelheiten aus ihrer mutmaßlichen Affäre mit dem Präsidenten preiszugeben.

Trump erklärte, dass sein neuer Berater, der Ex-Bürgermeister von New York, neu auf seinem Posten - und noch nicht ausreichend über die Einzelheiten des Falles informiert sei.

Der US-Präsident erklärte: "Rudy weiß, dass es eine Hexenjagd ist. Er hat gestern angefangen. Er wird seine Fakten klarstellen. Er ist ein toller Kerl. Er denkt, dass das eine schlechte Sache für unser Land ist - und er hat zufällig Recht." Am Freitag hatte Giuliani klargemacht, dass es keinen Verstoß während Trumps Wahlkampagne gegeben hatte. Jegliche Zahlungen seien gemacht worden, um persönliche und falsche Anschuldigungen abzuwehren . Das Geld wäre auch geflossen, wenn sich Trump zu dieser Zeit nicht im Wahlkampf befunden hätte.

In einem Interview mit dem Fernsehsender Fox News in der vergangenen Woche hatte Giuliani überraschend erklärt, dass das Schweigegeld an die Pornodarstellerin über Trumps Anwaltskanzlei geflossen sei. Trump verneint, dass er von der Zahlung an Stormy Daniels gewusst habe.

Trumps Anwalt Michael Cohen hatte ausgesagt, während des US-Präsidentschaftswahlkampfs im November 2016 130.000 Dollar an den Pornostar aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Auf diese Weise sei er in die Schweigegeld-Vereinbarung eingetreten. Dieses Geld habe er sich in Form von Abschlagszahlungen von Trump erstatten lassen. Laut Giuliani habe Trump kein Wissen zu den Einzelheiten der Abwicklung des Falles gehabt.