AfD warnt vor sexuellen Übergriffen in Freibädern – aber macht schweren Fehler

Lennart Pfahler
  • Die AfD glaubt: Den deutschen Freibädern geht es schlecht – wegen der Flüchtlinge.
  • Die Zahlen sagen etwas anderes.

Die AfD hat in den sozialen Netzwerken eine Zunahme der sexuellen Übergriffe in Freibädern beklagt. Dieser sei Schuld, dass Bäder “trotz schönem Wetter Einbußen von bis zu 50 Prozent” zu verzeichnen hätten.

Die Rechtspopulisten beschuldigen Flüchtlinge, für die Situation verantwortlich zu sein. So verbreitete die Partei etwa bei Facebook unter dem Slogan “Unsere Freibäder gehen vor die Hunde”: 

“Die sogenannte ‘Willkommenskultur’ offenbart zunehmend ihre Schattenseiten. Denn wenn man hunderttausende Alleinstehende, oftmals aus frauenverachtenden ‘Kulturen’ stammende Männer ins Land lässt, müssen eben - wie so oft in letzter Zeit - die Schwächsten darunter leiden!”

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Das Problem: Ganz so einfach, wie es sich die AfD macht, ist die Situation – wieder einmal – nicht. 

Viele Freibäder machen Rekordumsatz

Denn: In vielen Gegenden Deutschlands steuern die Freibäder auf ein Rekordjahr hin. Das berichtete die “Bild” erst vor wenigen Tagen.

► Beispiel Köln: Dort seien in dieser Saison bereits 550.000 Besucher gezählt worden, im Rekordjahr 2013 waren es im ganzen Jahr 800.000. 

► Beispiel Leipzig: Hier kamen dieses Jahr schon  139.350 Gäste – im selben Zeitraum 2017 waren es nur 85.500 Besucher.

Statt dieses Gesamtbild zu...

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