AfD-Vorstand diskutiert über mögliche Auflösung des Höcke-"Flügels"

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Der AfD-Bundesvorstand berät über eine mögliche Auflösung der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Parteigruppierung "Flügel". Einen entsprechenden Vorschlag habe Parteichef Jörg Meuthen gemacht, dieser werde mit einer Reihe weiterer Vorschläge im Vorstand diskutiert, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am Freitag aus Parteikreisen. Ein Beschluss zum künftigen Umgang mit dem "Flügel", der seit kurzem vom Verfassungsschutz beobachtet wird, soll am Nachmittag gefasst werden.

Einen weiteren Vorschlag zum Umgang mit dem "Flügel" um Björn Höcke und Andreas Kalbitz machte laut einem Bericht des ARD-Hauptstadtstudios Meuthens Co-Vorsitzender Tino Chrupalla. Danach solle der Bundesvorstand beschließen, dass er von einem am Samstag anstehenden "Flügel"-Treffen eine Erklärung "darüber erwartet, dass der Flügel bereit ist, die vorhandenen Strukturen zurückzubauen mit einem konkreten Zeit- und Maßnahmenplan". Dieser Vorschlag werde auch von den Vorstandsmitgliedern Alice Weidel und Stephan Brandner unterstützt.

Dem AfD-Bundesvorstand gehört auch der brandenburgische Landeschef Kalbitz an, er gilt als eigentlicher Stratege des "Flügels" und arbeitet eng mit dem Thüringer Landes- und Fraktionschef Höcke zusammen.

Aus zahlreichen westdeutschen AfD-Landesverbänden war in den vergangenen Tagen die Forderung gekommen, der Bundesvorstand müsse Maßnahmen gegen den "Flügel" ergreifen.