AfD-Spitzenkandidat Gauland findet „Deutschland den Deutschen“-Parole „richtig, völlig richtig“

Bis 2013 war Gauland Mitglied der CDU, mittlerweile sorgt er als Spitzenkandidat der AfD für Kontroversen. (Bild: Uli Deck/dpa)

AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland steht hinter der Parole “Deutschland den Deutschen”, wie er gegenüber der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung” erklärte.

Der Hintergrund: Ein Leak eines parteiinternen Chatverlaufs sorgte für einen Eklat. Rund 8.000 Beiträge wurden auf der Website “Indymedia” veröffentlicht. Unter anderem schrieb der Landesvorsitzende von Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, die Parole “Deutschland den Deutschen”. Die Veröffentlichungen stießen auch innerhalb der Partei für Diskussionen, Gauland und Spitzenkandidatin Alice Weidel sorgten dafür, dass gegen Poggenburg eine Abmahnung ausgesprochen wurde.

Chatverläufe sorgen AfD-Intern für Unruhe

Diese Abmahnung hatte aber nichts mit der Parole “Deutschland den Deutschen” an sich zu tun, wie Gauland nun der “FAZ” erklärte. Gestört habe ihn lediglich “das Geschwätz von der Machtergreifung und dass dort Journalisten ausgesiebt werden”.

“Der Bundesvorstand verurteilt die Äußerungen, die den weltanschaulichen Grundsätzen der AfD widersprechen, und weist diese Form von Gedankengut und politischer Torheit ausdrücklich als parteischädigend zurück”, zitiert die Zeitung den Beschluss des Bundesvorstandes.

“Für mich war das ‚Deutschland den Deutschen’ nicht so wichtig”, so Gauland. Mehr noch: Für Gauland sei der Sinn der Parole „richtig, völlig richtig“. Auch der Bundesvorsitzende Jörg Meuthen kann am Sinn der Parole am Montag nichts Falsches erkennen, räumt aber stilistische Probleme ein. Hier müsse man “zwischen dem Inhaltlichen und der politischen Wirkung unterscheiden”. “Wir wissen, wo ‚Deutschland den Deutschen’ herkommt. Das ist NPD-Sprech und das schadet uns”, so Meuthen. Er selbst formuliere es lieber mit “Dieses Land ist unser Land”, das sei “im Kern die gleiche Aussage, aber sie ist nicht kontaminiert”.

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