AfD-Politikerin ätzt gegen geplante Zerstörung von Riesen-Hakenkreuz

Auf Twitter äußerte sich die Berliner AfD-Abgeordetete Jessica Bießmann zu dem Hakenkreuz-Fund in Hamburg. (Bild: dpa)

Nach dem Fund eines riesigen Beton-Hakenkreuzes in Hamburg meldete sich die AfD-Politikerin Jessica Bießmann mit einem provokanten Tweet zu Wort. Den löschte die Berlinerin danach zwar wieder, doch das Internet war schneller.

Es waren durchaus unpassende Worte, die die Berliner Abgeordnete Jessica Bießman da auf Twitter schrieb. In dem inzwischen gelöschten Tweet, kritisierte sie das Vorhaben, ein riesiges Hakenkreuz zu zerstören, das kürzlich von einem Baggerfahrer in Hamburg entdeckt wurde. Screenshots des Original-Tweets kursiert jedoch weiterhin im Netz.


 

Das vier mal vier Meter große Hakenkreuz wurde auf dem Gelände des Hein-Klink-Stadions in Hamburg-Billstedt gefunden. Hier sollten die Fundamente für fünf neue Umkleidekabinen gegossen werden. Ein Baggerfahrer stieß bei den Arbeiten auf das Nazisymbol und legte es frei.

Wie „Spiegel Online“ berichtete, machte sich der zuständige Bezirksamtsleiter Falko Droßmann (SPD) sofort auf den Weg zum Sportplatz. Das Denkmalschutzamt wurde informiert, das Hakenkreuz soll so schnell wie möglich entfernt werden.

Vermutlich handele es sich hierbei um das Fundament eines alten Denkmals, das vor Jahrzehnten abgerissen wurde, so der Sportvereinsvorsitzende Joachim Schirmer.

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Das sieht die AfD-Abgeordnete Jessica Bießmann offenbar anders und fühlte sich veranlasst, einen unpassenden Tweet abzusetzen. Die Berliner Politikerin, die sich besonders mit Familienpolitik beschäftigt, fiel bereits zur Berlin-Wahl 2016 durch ihren radikalen Ton in den sozialen Medien auf. Viele ihrer Posts mit antisemitischen und rechtsextremistischen Inhalten wurden damals ebenfalls wieder gelöscht.

Wie der „Tagesspiegel“ berichtete, forderte sie auf ihrem Facebook-Profil unter anderem „Mehr Kinder statt Zuwanderung“ und folgte dem Blog „Einwanderungskritik“ von Felix Menzel – Schlüsselfigur der rechtsextremen Identitären Bewegung Deutschland.