AfD-Politiker drängen in den FC Bundestag

Der Deutsche Bundestag stellt eine eigene Fußball-Mannschaft. Dort wollen nun bald auch mehrere Mitglieder der AfD auflaufen – das sorgt für Diskussionen.

Die AfD konnte bei den Bundestagswahlen 2017 rund 13 Prozent einstreichen

Wie die Bild berichtet, ist man sich beim FC Bundestag uneinig. Das mag nicht ungewöhnlich sein bei der offiziellen Mannschaft des Deutschen Bundestags, werden die Spieler doch parteiübergreifend rekrutiert.

Dieses Mal ist jedoch vieles anders. Dem Bericht zufolge soll in den letzten Wochen intensiv darüber debattiert worden sein, ob Mitglieder der AfD-Partei aufgenommen werden sollen. Zehn mögliche Spieler hatten wohl einen dementsprechenden Wunsch geäußert.

“Werte wie Toleranz, Respekt, Fairness”

Das Ergebnis dieser Diskussion ist nun gefallen. Jeder mit Mandat für den Bundestag ist auch für die entsprechende Fußball-Mannschaft spielberechtigt. Die Mannschaft spielt offiziell als Team des DFB und trägt dabei auch das deutsche Wappen auf der Brust.

Kapitän Marcus Weinberg von der CDU sah sich aber genötigt, zu erklären: “Wer sein Abgeordnetenmandat ausüben darf, wird auch erstmal eingeladen, hat sich aber an unsere Werte wie Toleranz, Respekt, Fairness uneingeschränkt zuhalten.”

Fußball als Chance?

Letztlich könnte der Sport gar eine Chance sein, zueinanderzufinden: “Das gemeinsame Fußballspielen baut Vorurteile und Vorbehalte ab und wirkt sich positiv auf die politische Zusammenarbeit in den Ausschüssen aus.”

Seit rund 50 Jahren trifft sich der FC Bundestag regelmäßig zum Training im Jahn-Sportpark. Die Mannschaft tritt gegen Hobby-Teams aus verschiedenen Ländern an. Bisher bestand ein großer Teil der Mannschaft aus CDU-Politikern.

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