AfD kritisiert Entlastungspaket als 'Bürokratiemonster'

BERLIN (dpa-AFX) - Die Partei- und Fraktionschefs der AfD, Alice Weidel und Tino Chrupalla, haben das von der Ampel-Koalition verabredete Entlastungspaket scharf kritisiert. "Der Bürger bezahlt aktuell aus der linken Tasche Tausend Euro und bekommt Bonbons im Wert von 200 Euro zurück", sagte Chrupalla am Montag vor einer Sitzung der AfD-Bundestagsfraktion. Die Politik der Bundesregierung werde scheitern und nicht über den Winter führen.

Weidel nannte das Entlastungspaket ein "Bürokratiemonster" und "Belastungspaket". Sie sprach mit Blick auf die geplante Strompreisbremse von "Planwirtschaft" und warnte vor einer Störung des Preissystems. Sie plädierte für eine "sichere und günstige Energieversorgung" und erneuerte die Forderungen der AfD nach einer Laufzeitverlängerung und Neuplanung von Atomkraftwerken sowie einer Öffnung der Erdgasleitung Nord Stream 2 in der Ostsee.

Auf die Frage, wieso die AfD davon ausgehe, dass durch Nord Stream 2 Gas fließen würde, wenn jetzt schon durch Nord Stream 1 keins fließe, antwortete Chrupalla, man müsse an die Ursachenforschung gehen. "Den Wirtschaftskrieg gegen Russland hat Robert Habeck begonnen. Und das ist nun die Gegenreaktion, dass jetzt auch Russland wahrscheinlich die Lieferung über Nord Stream 1 einstellt." Chrupalla fügte hinzu: "Hat man wirklich geglaubt, dass man Sanktionen beschließen kann auf europäischer Ebene (...), dass es hier keine Gegenreaktion gibt?"/jr/DP/ngu