AfD: Gauland-Nachfolge auch eine Ost-West-Frage

Die Alternative für Deutschland besetzt beim Parteitag am Wochenende in Braunschweig ihren Bundesvorstand neu. Alexander Gauland, einer der beiden Bundessprecher der rechtspopulistischen Partei, wird voraussichtlich nicht wieder antreten.

Dass Jörg Meuthen Co-Vorsitzender bleibt, ist wahrscheinlich. Doch wer folgt auf Gauland? Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla ist aussichtsreicher Anwärter. Meuthen hat bereits anklingen lassen, sich vorstellen zu können, mit dem Malermeister aus Sachsen die Spitze zu bilden. Chrupalla werden sowohl gute Kontakte zu gemäßigten AfD-Politikern als auch zum nationalistischen Teil der Partei, dem sogenannten Flügel, nachgesagt.

Ost-West-Frage

Mit Dana Guth, der orsitzende der AfD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, und Nicole Höchst aus Rheinland-Pfalz bewerben sich auch zwei Frauen um einen Sitz im Vorstand. Als letzter Kandidat warf Gottfried Curio seinen Hut in den Ring. Der Berliner ist integrations- und migrationspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion.

Die Besetzung der AfD-Parteispitze ist auch eine Ost-West-Frage: Die ostdeutschen Landesverbände hoffen auf mehr Einfluss, doch 80 Prozent der AfD-Mitglieder leben im Westteil des Landes.