AfD-Fraktionschefin strebt Regierungsbeteiligung ab 2021 an

Reuters
Alice Weidel beim Fünfkampf

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, strebt eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei ab dem Jahr 2021 an.

„In dieser Legislaturperiode sind wir Opposition“, sagte sie der „Bild am Sonntag“ laut Vorabbericht. „Mittelfristig ist es unser Ziel zu gestalten, und dafür wollen wir in die Regierung. Ab 2021 wollen wir so weit sein.“ Um das zu erreichen, solle die AfD-Fraktion im Bundestag „ein Formel-1-Wagen werden, mit dem wir jedes Rennen gegen die anderen bestehen können“. Die AfD hat bei der Wahl im September 13 Prozent geholt und ist erstmals in den Bundestag eingezogen.

Weidel will ihre Partei attraktiver für Frauen machen. „Nur 18 Prozent unserer Wähler sind Frauen. Das ist viel zu wenig.“ Beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf habe die AfD noch keine ausreichenden Antworten. „Daran müssen wir arbeiten, um für Frauen attraktiver zu werden“, sagte Weidel und sprach sich für gebührenfreie Kitas und Kindergärten aus.

Ihr politisches Vorbild sieht Weidel in der früheren britischen Premierministerin Margaret Thatcher. „Mir imponiert ihre Biografie, das Schwimmen gegen den Strom, auch wenn es unangenehm wird“, sagte Weidel. „Thatcher hat Großbritannien übernommen, als das Land wirtschaftlich am Boden lag, und hat es wieder auf die Spur gebracht.“ Davon profitiere Großbritannien noch heute. Thatcher, die von 1979 bis 1990 regierte und auch als „Eiserne Lady“ bekannt ist, steht unter anderem für eine drastische Beschneidung des Einflusses der Gewerkschaften und für die Privatisierung zahlreicher Staatsunternehmen. Die konservative Politikerin stand der europäischen Integration skeptisch gegenüber. In ihre Regierungszeit fällt der Falkland-Krieg gegen Argentinien im Jahr 1982.

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