AfD bei Bundestagswahl im Westen in Ostbayern und Osthessen besonders stark

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Die als drittstärkste Kraft in den neuen Bundestag eingezogene AfD hat in Westdeutschland besonders in ländlich geprägten Gebieten im Süden und in der Mitte des Landes gepunktet. Nach dem vorläufigen Ergebnis schnitt sie bei der Direktkandidatenwahl über die Erststimme im Osten Bayerns, in Osthessen sowie im Norden Baden-Württembergs überdurchschnittlich gut ab. Aber auch im Ruhrgebiet war die Partei teils stark.

Im hessischen Wahlkreis Fulda kam ihr Kandidat laut Bundeswahlleitung auf 17,6 Prozent der Erststimmen. Im Wahlkreis Deggendorf in Ostbayern schaffte der AfD-Vertreter 17,3 Prozent und lag nur hauchdünn hinter dem zweitplatzierten SPD-Bewerber, der 17,4 Prozent erreicht.

Im Wahlkreis Pforzheim in Baden-Württemberg schnitt der AfD-Bewerber mit 15,8 Prozent ab. Stark waren die Bewerber der Partei auch in den nordrhein-westfälischen großstädtisch geprägten Wahlkreisen Gelsenkirchen mit 16,9 Prozent und Duisburg II mit 16,5 Prozent.

Ein Direktmandat errang die AfD aber in keinem der Wahlkreise im Westen. Insgesamt zogen drei ihrer Bewerber am Sonntag direkt über die Erststimmenwahl ins neue Parlament ein - alle drei in Sachsen.