AfD im Bundestag: Abgeordnete klagen über empörende Zwischenrufe der Rechten

Lennart Pfahler

Im Video oben: Das passierte, als die AfD Deutsch als offizielle Landessprache im Grundgesetz festlegen wollte

Es begann mit einem Lachen.

Das erste Geräusch, das aus der AfD-Fraktion zu vernehmen war, als sie am 24. Oktober 2017 – vor nun genau einem halben Jahr – zum ersten Mal im Bundestag Platz nahm, war ein Lachen. So steht es zumindest im Protokoll der konstituierenden Sitzung.

Was in den kommenden Monaten folgte, haben Journalisten und Politiker anderer Parteien immer wieder als “neuen Ton im Bundestag” beschrieben. Als “Politik der Provokation” – manchmal als “Grenzüberschreitung”.

Zum Lachen war Mitgliedern der anderen Fraktionen nicht zumute, als etwa der AfD-Abgeordnete Gottfried Curio von “Entartung” sprach und die damalige Integrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) ein “Musterbeispiel misslungener Integration” nannte. Als sein Kollege Armin Hampel die Bundeswehr einen “verwahrlosten Trümmerhaufen” nannte  – oder die AfD Angela Merkel “Kanzlerin der Ausländer”.

Bei all der Empörung über Redebeiträge von AfD-Mitgliedern ging bisweilen unter, dass die AfD noch auf anderem Wege für Hass und Spannungen im Parlament sorgt. Und mehrfach völlig über die Strenge schlug: durch Zwischenrufe, die nicht immer Einzug ins stenografische Protokoll der Sitzungen finden.

► Dabei entlarven ausgerechnet diese impulsiven Störrufe in vielen Fällen am besten, wie die Rechtspopulisten im Bundestag ticken.

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