AfD-Basis will Petry Kandidatur für Direktmandat entziehen

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry. Foto: Kay Nietfeld/Archiv

Teile der Basis im AfD-Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wollen Parteichefin Frauke Petry die Kandidatur für das Direktmandat in ihrem Wahlkreis entziehen.

Ein entsprechender Antrag des stellvertretenden Kreisvorsitzenden Bernhard Wendlich wurde am Sonntag bei einem Kreisparteitag in Dohna auf die Tagesordnung gesetzt.

27 Mitglieder stimmten dafür, 19 dagegen und 3 enthielten sich, wie ein Sprecher mitteilte. Der Parteitag war zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit zusammengekommen. Über die Zulassung der Presse sollte noch abgestimmt werden.

Hintergrund ist der Flügelkampf in der Partei und das Bestreben Petrys, den Thüringer Rechtsaußen Björn Höcke und den umstrittenen Dresdner Richter Jens Maier aus der Partei auszuschließen. Beide haben im Kreisverband Sächsische Schweiz-Osterzgebirge viele Anhänger.

Auf den sehr wahrscheinlichen Einzug Petrys in den Bundestag bei der Wahl am 24. September dürfte die Parteitagsentscheidung keinen Einfluss haben, da die Landes- und Bundesvorsitzende auch auf Platz eins der Landesliste steht.